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12.10.08 - Lusen (1373 m), Bayerischer Wald


Beim diesmaligen, mindestens 10. Forumstreffen im Bayerischen Wald, wanderten wir: Andy, Mani, Robert, Stefan, Lars, Jens, Helge, Martin und meine Wenigkeit von Waldhäuser (etwa 1035 m) aus über den Winterweg auf den 1373 m hohen Lusen (tschechisch: Luzný).

Auf etwa 1000 m war die Hochnebelobergrenze erreicht und wir hatten von oben einen tollen Blick auf den Hochnebel bei nahezu wolkenlosem Himmel.


Borkenkäferschäden im Lusengebiet
Bis Mitte der 1990er Jahre verlief beinahe der gesamte Anstieg auf den Lusen (bis kurz vor das Blockmeer) im schattigen Misch- bzw. Nadelwald. Ab 1995 fielen aufgrund der ungewöhnlich warmen Witterung jedoch weite Teile des alten Bergfichtenwaldes dem Borkenkäfer zum Opfer. Im Lusengebiet und nördlich davon traten auf rund 4000 Hektar die Schäden fast geschlossen auf. Dem Grundsatz des Nationalparkgedankens folgend wurden keine chemischen oder biologischen Abwehrmaßnahmen ergriffen. Dem Betrachter bietet sich vom Lusengipfel aus daher ein Bild, in dem immer noch die abgestorbenen Nadelbäume dominieren. Für viele Besucher des Nationalparks wirkt dieses Bild des augenscheinlich "toten Waldes" befremdlich. Die Nationalparkverwaltung hat sich jedoch dafür entschieden, kein Totholz aus dem betroffenen Gebiet zu entfernen. Sie vertritt die Philosophie "Natur Natur sein lassen". Es sterbe nicht der Wald, sondern nur seine alten Individuen. Im Schutze der toten Bäume wächst bereits ein neuer Wald zu einem europaweit einzigartigen "wilden Wald" nach. Der neue natürliche und baumartenreiche Wald dürfte den üblichen monotonen Nutzholzforsten ökologisch weit überlegen sein. Der Erlebnisweg "Hochwaldsteig" am Sommerweg gibt Einblicke in diese natürliche Waldentwicklung.

(Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Lusen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.)


die ganzen Ausmaße sieht man dann erst von weiter oben




Mani und Robert beim fotografieren ;-)




wunderschöne Herbstfarben


fast ganz oben - der Ausblick ist wirklich genial von hier oben


Wald soweit das Auge reicht




Blockmeer am Lusen
Eine der eindrucksvollsten Felsbildungen im Nationalpark Bayerischer Wald und gleichzeitig eine bekannte geologische Attraktion ist das Blockmeer am Gipfel des Lusen. Auf einer Fläche von mehr als 200.000 Quadratmetern türmen sich Granitblöcke wild übereinander. Seine Entstehung verdankt dieses Blockfeld der Frostverwitterung zur Quartärzeit.

Wie ist das Blockmeer entstanden ?
Den gesamten Gipfelbereich des Lusen nimmt ein freiliegendes Blockmeer ein, das seit der Tertiärzeit entstanden ist. Unter warmen und feuchten Klimabedingungen kam es zu einer tiefgründigen Verwitterung der freigelegten kristallinen Gesteine. Es bildeten sich mächtige Verwitterungsdecken, die später im Pleistozän - dem Eiszeitalter - weitgehend abgetragen wurden. Kompakte Gesteinspartien blieben als Felsburgen auf Gipfeln und Bergrücken stehen. Bei den nun herrschenden Klimabedingungen mit häufigen Frostwechseln unterlagen diese Partien einer starken mechanischen Verwitterung. Wasser drang in kleine Risse ein, dehnte sich beim Gefrieren aus und erweiterte so die Spalten. Durch häufiges Wiederholen dieses Vorganges wurden Gesteinspartien abgetrennt und große Blöcke gespalten. Die Blockbildung hält in vermindertem Umfang auch heute noch an.

Felstürme an exponierten Stellen zerfielen nach und nach in einzelne Blöcke und bildeten, wie an mehreren Stellen in den Hochlagen des Bayerischen Waldes, Blockfelder. Wenn sich diese Blockanhäufungen noch mehr oder weniger am Ort ihrer Bildung befinden bezeichnet man sie als Blockmeere. Besonders oft findet man solche Erscheinungen in Graniten, weil diese entlang von feinen Rissen, die bei der Abkühlung der Gesteine nach der Erstarrung entstanden, in grobe Blöcke zerfallen.

(Quelle + mehr Informationen: www.lfu.bayern.de)



Zwei Panoramabilder - zum vergrößern auf die Bilder klicken !








ein immer wieder beeindruckender und erschreckender Anblick zugleich




Blick zum Nationalpark Sumava in Tschechien (Národni Park Šumava)


in diesem Hochtal mit der Einöde Březník (Pürstling) kann es auch im Hochsommer unter -5°C bekommen


am Gipfel war ziemlich viel los


von links, sitzend (vorne): Martin, Lars, Stefan, Mani, Robert


der Andy und sein Osser-Bier ;-)


Schließlich gingen wir wieder ein paar Meter hinunter zum Lusenschutzhaus.
Bei strahlendem Sonnenschein konnte man es auf der Terrasse aushalten ;-)

der Mani ;-)


der Helge ;-)


und der Andy ;-)


von links: Stefan, Lars, Martin und Jens


der Robert ;-)


der Wahnsinn was an diesem Sonntag auf dem Lusen los war...


dann ging es noch mal über den Gipfel zum Abstiegsweg (Sommerweg)






Blick auf die etwa 1000 m hoch gelegene Ortschaft Finsterau


der gegenüberliegende Gipfel ist der Rachel (1453 m)






der Abstieg






unser Surferboy Lars ;-)


die folgenden Bilder zeigen die "Himmelsleiter"














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