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Val di Concei - 16.9.08 - Tag 5
Malga Vies (1555 m), Monte Vies (1699 m)

Höhenmeter: 750 hm + 150 hm


Vom Elektrizitätswerk auf 950 m ging es in 1 h 10 min die 605 hm zur Malga Vies (1555 m) hinauf.

Weiter Richtung Monte Vies (1699 m) - an einem Aufschluss:
Dolomit (mikritisch) mit Hornsteinbändern, Kalkklüfte => Salzsäure schäumt nur in diesen ein wenig.



Dolomit

Dolomit ist ein Karbonat-Gestein, das zu mindestens 90 Prozent aus dem gleichnamigen Mineral Dolomit mit der chemischen Zusammensetzung CaMg(CO3)2 ("CaCO3 · MgCO3") besteht. Bei geringeren Gehalten an Dolomit liegt ein dolomitischer Kalkstein vor. Es ist im Idealfall weiß, häufig aber elfenbeinfarben, hellgrau, graugelb oder grüngrau.

Die Beschreibung ist von Wikipedia, wo es noch viele weitere Informationen zu Enstehung und Eigenschaften gibt.

Eigenschaften, Diagnose
Dolomitsteine sind im Vergleich zum chemisch verwandten Kalkstein etwas härter, aber sehr viel spröder. Da das Mineral (wie Calcit) sehr stark doppelbrechend ist, wirken die Gesteine hellfarbig und nicht durchscheinend (opak), ähnlich wie auch Kalksteine. Ein erster Hinweis auf Dolomit ergibt sich aus einer splittrigen Felsoberfläche, zumindest wenn diese nicht bearbeitet wurde. Dieses Fehlen von glattgewaschenen Flächen ist ein Gegensatz zum Kalkstein. Vom Freilandgeologen diagnostiziert werden sie durch ihre sehr langsam ablaufende Reaktion mit Säure. Ein Tropfen Salzsäure (Empfehlung: 5- bis 10-prozentig) entwickelt nur langsam kleine Gasbläschen von Kohlensäure; in der Kälte dauert die Reaktion stundenlang; im Gegensatz zum Kalk, der sich unter heftigem Zischen (Kohlensäurebläschen) in einigen Sekunden löst. Siehe auch Dolomit (Mineral). Durch die langsame Reaktionsgeschwindigkeit bildet Dolomitgestein Karsterscheinungen in wesentlich geringerem Maße und von anderer Art als Kalkstein.

Entstehung
Dolomitgesteine sind entweder durch die primäre Ausfällung von Dolomit oder viel wahrscheinlicher durch die sekundäre Dolomitisierung von Kalkschlamm entstanden, siehe dazu der Aufsatz "dolomite" in der englischen Wikipedia (ETH Zürich). Hier wird durch neuere Forschungen die Bedeutung von Schwefelbakterien und Fäulnis für die Entstehung von Dolomit an rezenten Beispielen von Lagunen in Brasilien angegeben. Zusammengefasst könnte man das mit der Gleichung beschreiben:

CaCO3 + MgSO4 + CH4 → CaMg(CO3)2 + H2O + H2S

wobei sich "MgCO3" gleich mit dem schon vorhandenen Kalkschlamm zu Dolomit verbindet. "CH4" steht hier stellvertretend für die organische Substanz. Das Magnesium stammt von eingedicktem Meerwasser; durch den Salzgehalt im Boden wird das Bodenwasser schwer und tauscht sich nicht mehr mit der Oberfläche aus; es findet also Sauerstoffaustausch nur noch durch Diffusion statt; die organische Substanz zerfällt unter Fäulnis.

Relativ häufig sind Riffgesteine dolomitisiert. Das mag teils an der Porosität des Riffes liegen, die selbst in größerer Versenkung eine Zirkulation der Lösungen ermöglicht; teilweise (zumindest bei Korallenriffen) auch daran, dass der Korallenkalk aus dem instabilen Mineral Aragonit besteht, somit die Umwandlung leichter geht.

Verwendung Dolomit wird für Bodenbeläge aller Art (geschnitten oder bruchrauh), zum Bau von Natursteinmauern und Trockenmauern, als Randsteine, als Palisaden, als Steinblöcke, als Gestaltungsstein zum Bau von Stützmauern und als Pflasterstein eingesetzt. Zerkleinert dient er vor allem auch als Zusatzstoff bei der Herstellung von Stahl in Hochöfen. Darüber hinaus ist er Hauptbestandteil von Mineralwolle und technische Glase, Einsatz in Bodenstabilisierung sowie als Düngekalk für die Landwirtschaft. Pulverisierter Dolomit wurde einst als "Wiener Kalk" bezeichnet und als Scheuermittel verkauft; seine Härte ist gerade richtig, um Kalkbeläge abzukratzen, aber Glas und Porzellan unberührt zu lassen. In sogenannten Brechanlagen wird der Dolomit auch zu Zuschlagstoffen für den Straßenbau und die Betonherstellung verarbeitet. Als Grobschotter dient er auch zur Füllung von Gabionen (Schotterkörbe).

(Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Dolomit_(Gestein) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.)


Hornstein

Hornstein ist ein silikatreiches chemisches Sediment aus der Gruppe der Kieselgesteine.

Abgrenzung
Ursprünglich war "Hornstein" ein alter Bergmannsbegriff für muschelig brechende, zähe Gesteine, deren Bruchflächen besonders an Kanten in der Struktur einem Kuh-Horn gleichen. Heute wird Hornstein meist als deutsche Übersetzung des englischen Fachbegriffs Chert verwendet, der für die gesamte Gruppe der sedimentär und diagenetisch entstandenenen Kieselgesteine steht.

Ausgehend von dem alten Bergmannsbegriff unterlag der Begriff "Hornstein" im Lauf der Zeit einer Bedeutungserweiterung, die einherging mit dem wachsenden Kenntnisstand über die Bildung solcher Gesteine. Im weitesten Sinne sind heute wie beim Chert allgemein sedimentär oder diagenetisch entstandene Gesteine aus Kieselsäure gemeint. Im engeren Sinne sind Hornsteine eine spezielle Art Kieselgestein, nämlich unreine, verschiedenfarbige Silikatgesteine, die sich in Kalksteinen bilden und splitteriger spalten als Feuerstein. Hornstein im engeren Sinne wird auch als Gewöhnlicher Hornstein bezeichnet.

Gestein
Die Struktur von Gewöhnlichem Hornstein ist sehr feinkörnig, so dass sie sich nur unter dem Mikroskop (mikrokristallin) oder selbst dort kaum oder gar nicht (kryptokristallin) auflösen lässt. Gewöhnlicher Hornstein ist durch Verunreinigungen wie Tonminerale nicht so gut spaltbar wie Feuerstein. Das Gestein kann Mikrofossilien enthalten. Seine Farbe ist unterschiedlich und variiert zwischen grau, braun oder grün bis rot, meist jedoch zwischen grau bis gelblich. Die Farbe geht auf Spuren von zusätzlichen Elementen oder Mineralen zurück.

Bildung
Gewöhnlicher Hornstein bildet sich wie Feuerstein in Kalksteinen als ovale bis unregelmäßig geformte Knollen oder in unregelmäßigen Lagen und Platten in Folge der Verdrängung von Kalziumkarbonat durch Siliziumdioxid. Umwandlungsvorgänge wie die von Opal in Quarz und die Bildung eines durchgängig dichten Gesteins durch Ausfällung von SiO2 spielen eine wesentliche Rolle bei der Entstehung.

(Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Hornstein_(Gestein) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.)




Blick ins Val di Ledro


Aufstieg zum Monte Cadria (2254 m)




der Ledrosee mit dem Ort Pieve di Ledro




Blick hinüber Richtung Adamellogebiet














Prof. Dr. Lammerer erklärt, wie das Gebiet rund um den Gardasee und Ledrosee entstanden ist.

Der Ledrosee entstand nicht durch einen Gletscher vom Val di Ledro (Ledrotal) her, sondern beruht auf einer Ausstülpung des Etschgletschers im Val di Garda (Gardatal), wodurch eine Moräne aufgeschüttet wurde, hinter der langsam die Auffüllung des ganzen (!) Ledrotales mit Wasser begann.

Interessant: Eine Theorie zur Entstehung des Gardatales



Das das ganze Ledrotal mal von einem See bedeckt war, zeigen die abgestuften Hänge mit vielen flachen Stellen, die einst das Seeufer darstellten - im Bild sehr schön auf der linken Seite zu erkennen.


von hier oben hatte man auch einen tollen Blick auf die umliegenden Berge, wie z.B. auf den
"La Roda" (2169 m, links) oder den "Dosso della torta" (2156 m, vom rechten Bildrand 3,5 cm entfernt)




der Monte Cadria ist mit 2254 m der höchste Berg des Val di Concei


und zum Schluss noch ein Ammonit (ca. 2,5 x 2,5 cm) in der Nähe der Malga Vies (1555 m)


Die Ammoniten sind eine ausgestorbene Gruppe ausschließlich mariner Kopffüßer (Cephalopoda). Die Gruppe war sehr artenreich; über 1500 Gattungen sind bekannt, die Zahl der Arten dürfte bei etwa 30.000 bis 40.000 liegen. Die Größe der Schale ausgewachsener Tiere lag meist im Bereich von Zentimetern, Parapuzosia seppenradensis ist mit ca. 1,80 Meter Schalendurchmesser die größte bekannte Art.

Ammoniten stellen von ihrem ersten Auftreten im späten Silur bis zu ihrem Aussterben am Ende der Kreide (Kreide-Tertiär-Grenze) eine große Zahl der Leitfossilien; zum Teil erfolgt die zeitliche Abgrenzung mariner Sedimente ausschließlich anhand von Ammoniten. Sie sind für die Geologie und die Paläontologie daher von großer Bedeutung. Aufgrund ihrer Schönheit, Vielfalt und Häufigkeit sind sie auch bei vielen Fossiliensammlern beliebt und entsprechend häufig im Fossilienhandel zu finden.

Detaillierte Informationen zur Anatomie ect. gibt es auf Wikipedia:
(Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Ammoniten aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.)


An einigen Stellen haben wir auch Crinoiden und Aptychen gefunden.


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