
Elba - 22.2.09 - Tag 4
Strandaufschlüsse
Karte
Basalt am Strand (Punkt 1 in der Karte)
Basalt ist ein Ergussgestein.
Alle Basalte haben eine basische Zusammensetzung, das heißt, sie sind arm an SiO₂.
Vorherrschende Mineralgruppen sind Plagioklase und Pyroxene. Olivine und Foide treten in einigen
Basaltvorkommen auf; sie können aber auch fehlen. Auch Biotit und Hornblende können auftreten.
Alkalifeldspat und Quarz kommen in Basalten hingegen nicht oder nur untergeordnet vor.
Entstehungszonen
Basalt ist, betrachtet man sowohl die Festländer als auch den Grund der Meere, das Gestein mit
der größten Verbreitung. Nahezu alle tiefen Ozeanböden bestehen aus Basalt, der dort
nur von einer mehr oder minder mächtigen Decke jüngerer Sedimente bedeckt wird.
Entlang den weltumspannenden mittelozeanischen Rücken steigt die Lava empor und erzeugt
durch die erkaltende Gesteinsschmelze neuen Ozeanboden zwischen auseinanderweichenden
tektonischen Platten. Es gibt aber auch andere Entstehungsräume für marinen Basalt.
Je nach Entstehungsort bezeichnet man den Basalt als
- MORB (mid ocean ridge basalt, an Spreizungszonen zw. zwei ozeanischen Platten),
- CMB (continental margin basalt, an Subduktionszonen zw. ozeanischer und kontinentaler Platte),
- IAB (island arc basalt, an Subduktionszonen zw. zwei ozeanischen Platten) oder
- OIB (ocean island basalt, an Hot-Spots innerhalb einer Platte).
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An der Straße von Magazzini Richtung Bagnaia (Punkt 2 in der Karte) - hier erklärt
Prof. Lammerer etwas über die gewaltige synsedimentäre
(mit synsedimentär bezeichnet man Vorgänge, die zeitgleich (synchron)
mit der Ablagerung eines Sedimentgesteins ablaufen) Hangrutschung.
Diese Rutschmasse wird auch als Megabrekzie (Olistolith) bezeichnet.
Wann diese stattfand weiß man allerdings nicht; es passierte
aber nicht alles auf einmal, sondern der Hang rutschte über mehrere
Etappen ab (zeitliche Dimension: zwischen 100 Jahren und mehreren 1000 Jahren).
Sie besteht überwiegend aus Calpionellenkalk (Calpionellen sind vor allem in den
pelagisch (als pelagisch bezeichnet man die küstenferne Hochseeregion) abgelagerten
Kalken ("Calpionellenkalk") von Oberjura und Unterkreide relativ
häufige Mikrofossilen. Es handelt sich um glockenförmige, calcitische Gehäuse
mit umgeschlagenen Rändern von etwa 40 bis 150 μm (Mikrometer) Länge).
Es kommen aber auch noch kieselige Tone und Radiolarite vor; überwiegend als
Brekzien anstehend, stellenweise ist aber auch noch eine Schichtung erkennbar,
z.B. sind auch riesige Folgen hangabwärts gerutscht ohne das etwas verwirbelt wurde,
wie rechts oben im Bild auch ein wenig zu erkennen ist.


die Volterraiostraße mit der Burg Volterraio

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