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Elba - 23.2.09 - Tag 5
Volterraiostraße
Karte


Neben der riesigen Hangrutschung sind auch die Horst-Graben-Strukturen (Punkt 1 in der Karte) ein geologisches Highlight - sehr schön an der Volterraiostraße aufgeschlossen.

Ein tektonischer Horst ist eine Scholle, die zwischen annähernd parallelen Verwerfungen relativ zu den benachbarten Schollen herausgehoben wurde.
Die Auf- oder Abschiebungen, die den Horst längsseitig begrenzen, fallen von diesem weg. Horste treten stets zusammen mit Gräben auf. Diese Strukturen sind eines von mehreren typischen Phänomenen, die durch Dehnungstektonik hervorgerufen werden.


(Artikel + Bild basieren auf dem Artikel Horst (Geologie) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.)

Schichtabfolge in unserem Gebiet von unten nach oben:
Serpentinit - Gabbro - Basalt


Serpentinit
Serpentinite sind metamorphe Gesteine, die sich hauptsächlich aus der Umwandlung von Peridotiten unter Einwirkung von Druck und Temperaturen in der Tiefe (Erdmantel) gebildet haben.

Petrographie
Serpentinite entstehen aus der durch Druck und Erwärmung (300 bis 500°C) ausgelösten Veränderung (orogene Regionalmetamorphose) von Olivinen, Pyroxenen und Amphibolen in Peridotiten (Ausgangsgesteine). Dabei verläuft dieser Prozess anfänglich entlang kleiner Risse im Kristallgefüge vom Olivin des Ausgangsgesteins und es bilden sich dünne Serpentinhäutchen aus Chrysotilfasern. Diese faserförmigen Kristalle wachsen weiter in das sie umgebende Korngefüge hinein. Das sich auf diese Weise ausbildende Netz von Kristallfasern erzeugt Hohlräume, die sich erneut mit jungen (kleineren) Chrysotilfasern und entstehenden Lizardit füllen. Treten höhere Temperaturen auf, wird zusätzlich Antigorit gebildet. Parallel zu diesen Prozessen entsteht feinstkörniger Magnetit. In der weiteren Abfolge wird nach dem Olivin das Orthopyroxen umgewandelt, was nach ähnlichem Ablauf mit anfänglicher Aderbildung in den Kristallaggregaten beginnt. Die Minerale Klinopyroxen, Anthophyllit und Cummingtonit sind von den Umwandlungsvorgängen weniger betroffen und erleiden sie allenfalls zu einem späten Zeitpunkt der Gesteinsbildung. Dieser komplexe Vorgang wird als Serpentinisierung bezeichnet und vollzieht sich hin zu differenzierten Silikatparagenesen. Es können sich nebenbei gebildete Karbonate daran beteiligen und durch weitere Vorgänge (Metasomatose) neue Minerale bzw. Begleitgesteine entstehen.

Farbe
Überwiegend (kräftig) grün.

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Gabbro (von Punkt 2 in der Karte)
Ein Gabbro ist ein kompaktes, grobkörniges magmatisches Gestein plutonischen Ursprungs. Es ist ein Gestein, das tief im Erdinneren entstanden ist.
Gabbro hat eine grauschwarze Farbe, die von dem hohen Anteil dunkelfarbiger Minerale wie etwa Pyroxen und Olivin herrührt, aus denen es sich hauptsächlich zusammensetzt. Der helle Anteil besteht hauptsächlich aus Plagioklas-Feldspaten. Hier auf Elba überwiegen allerdings die hellen Minerale deutlich, weswegen er hier auch anders ausschaut als "normal".

Entstehung
Gabbro findet sich vor allem in der ozeanischen Erdkruste, seltener auch in der kontinentalen. Er bildet sich durch das langsame Abkühlen basaltischen Magmas in meist mehr als fünf Kilometer Tiefe, wobei oft Plutone (ausgedehnte Massen Tiefengestein) entstehen. Rezent entsteht er vor allem an mittelozeanischen Rücken durch langsames Auskristallisieren des aufsteigenden Mantelmaterials. Eine schwerkraftbedingte Auftrennung der auskristallisierenden Minerale kann gelegentlich auch zu geschichteten Gabbro-Gesteinen führen.

(Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Gabbro aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.)

Pyroxene: dunkelgrau, glitzern; Plagioklas: weißlich-hellgrau



Elba - 24.2.09 - Tag 6
Volterraiostraße; Suchen geologischer Grenzen
Karte


In den ersten Tagen, nach einer Übersicht über unser Kartiergebiet und die darin vorkommenden Strukturen und Gesteinen, ging es nun daran, die Grenzen der Gesteine zu finden und sie möglichst genau in die Karte einzutragen.



Dabei konnte man auch noch was interessantes beobachten (Punkt 1 in der Karte):
dieses Haus (verlassen; mit Rissen in den Mauern) steht keine 100m entfernt...


...von diesem Haus (bewohnt; stabil)...


Das verlassene Haus steht auf einem Schuttfächer (Lockermaterial, unverfestigt), wodurch auch die Risse zu erklären sind - das andere Haus steht auf Serpentinit, also auf stabilem Untergrund.

am Abend gab es dann noch ein schönes Gewitter





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