
Island - 9.8.10 - Tag 9
Unterwegs Richtung Laugarvatn
vorbei ging es am See Þingvallavatn nach Þingvellir

Links hinten ein schönes Beispiel eines Schildvulkans.
Der Skjaldbreiður (isl. breiter Schild) ist ein Schildvulkan im Südwesten Islands. Er entstand bei einem Ausbruch vor etwa 9.000 Jahren. Der Vulkan ist 1060 m hoch, sein Krater hat einen Durchmesser von etwa 300 m. Sein Basisdurchmesser liegt bei etwa 15 km.
Der Schildvulkan gehört zum Vulkansystem der Hrafnabjörg. Der Zentralvulkan Hrafnabjörg (dt. Rabenfelsen) liegt etwas südwestlich des Skjaldbreiður Richtung Þingvallavatn.
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Entstehung eines Schildvulkans
Die Ursache für die typische Form ist das Ausfließen sehr dünnflüssiger und damit schnell fließender, gasarmer Lava. Diese ist üblicherweise von basaltischer Zusammensetzung und enthält meist weniger als 52 % Siliziumdioxid (SiO2). Beim Ausfließen ist sie ca. 1000°C bis 1250°C heiß. Entstehungsort des geförderten Magmas ist der obere Erdmantel. Die Böschungswinkel von Schildvulkanen betragen aufgrund der hohen Fließgeschwindigkeit der Lava (bis zu 60 km/h) nur etwa 5°, das heißt, es handelt sich durchweg um sehr flach abfallende, dafür ausgedehnte Kegel. Schildvulkane werden entsprechend ihrem Eruptionsverhalten auch als rote Vulkane bezeichnet. Sie fördern gigantische Massen dünnflüssiger (rotglühender) Lava, die effusiv austreten und sich auch bei flachen Hangneigungen weit ausbreiten können. Schildvulkane sind deshalb nicht ausgeprägt erhaben. Das Verhältnis zwischen Höhe und Fußdurchmesser beträgt meistens nur 1:20 bis 1:10.
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Der Þingvallavatn ist ein See im Südwesten Islands im Nationalpark Þingvellir.
Vulkanismus und Spaltenbildung
Der See liegt im sogenannten Þingvellir-Graben und ist umgeben von vier aktiven Vulkansystemen: Prestahnúkur und Hrafnabjörg im Nordosten sowie Hengill und Hrómundartindur im Südwesten.
Das vermutete Alter des Sees beträgt etwa 12.000 Jahre. Damit entstand er am Ende der letzten Eiszeit. Er war zunächst ein Gletschersee. Der Gletscher verwehrte am Ende der letzten Eiszeit den Abfluss des Wassers. Schließlich zogen sich die Gletscher zurück, das Land unterhalb des Vulkans Hengill hob sich und der See wurde tiefer.
Eine entscheidende Änderung ergab sich vor ca. 10.000 Jahren, als der östlich benachbarte und zum Vulkansystem der Hrafnabjörg gehörende Schildvulkan Skjaldbreiður in einem einzigen langen Ausbruch entstand. Die Lava baute nicht nur den Schildvulkan selbst auf, sondern ergoss sich weiter durch die Täler in Richtung des Sees. Ein weiterer großer Vulkanausbruch prägte etwa 1.000 Jahre später die Gegend: Diesmal war es der noch näher am See gelegene Vulkan Hrafnabjörg selbst, der seine Lava in den See ergoss und dessen Abfluss beim Flüsschen Sog behinderte. Das Seewasser stieg infolgedessen um ca. 12 m an. Der Fluss allerdings grub sein Bett durch die Lava und die Wasseroberfläche senkte sich wieder um ca. 7 m.
Vor ca. 2.000 Jahren brach der Hengill-Vulkan aus und eine Insel entstand mitten im See, die heute den Namen Sandey trägt. Heutzutage bezieht der See sein Wasser vor allem aus zahlreichen ober- und unterirdischen Quellen in den benachbarten Lavafeldern.
Außerdem liegt er inmitten der Grabenbruchzone des mittelatlantischen Rückens, die sich diagonal von Südwesten nach Nordosten über Island hinzieht. Infolgedessen findet man in der Gegend sehr viele kleinere und größere Spalten. Die größte ist die Almannagjá in Þingvellir, die eindrucksvollste aber eher die Hrafnagjá. Auch unter dem See befinden sich solche Spalten, eine davon bezeichnenderweise an dessen tiefster Stelle.
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Þingvellir ist ein Ort und ein Nationalpark im Südwesten von Island, etwa 40 km östlich der isländischen Hauptstadt Reykjavík am Nordufer des Sees Þingvallavatn. Zur Zeit der Besiedlung trafen sich zentral in Þingvellir Reitpfade aus allen Teilen des Landes.
Historische Bedeutung
Hier wurde bereits um 930, also am Ende der Landnahme durch vor allem norwegische Wikinger, einmal jährlich während 2 Wochen im Juni die traditionelle gesetzgebende Versammlung Alþing abgehalten. Sie hatte sowohl gesetzgeberische als auch Gerichtsbarkeits-Funktionen. Es handelt sich um eines der ältesten Parlamente der Welt - nach denen im Griechenland der Antike. Es bestand bis ins Jahr 1798, als die Dänen das Althing auflösten.
Im Jahr 1000 wurde hier die Annahme des Christentums beschlossen.
An diesem historischen Ort wurde auch am 17. Juni 1944 die Republik Island ausgerufen und 1994 deren Fünfzigjahrfeier begangen.
Noch heute sind am Rande des Parlamentsplatzes und an mehreren Orten der Schlucht verwitterte und überwachsene Steinmauern der damals mit Zeltplanen überdachten Lagerstätten zu sehen.
Geologie
Es liegt inmitten einer Grabenbruchzone (Riftzone) und umgeben von vier aktiven Vulkansystemen, darunter der Hengill, am Südufer des Sees Þingvallavatn. Der Fluss Öxará durchströmt den Nationalpark und formt an der Schlucht Almannagjá einen sehenswerten Wasserfall, den Öxarárfoss. U.a. an diesem Ort (und im weiteren Umfeld) wird auch das Auseinanderdriften der amerikanischen und europäischen tektonischen Platten durch imposante Felsspalten und Risse sichtbar, vor allem an der Almannagjá (Allmänner-Schlucht) (zu den Spalten vgl. auch Krafla und Mývatn). Die tektonischen Verschiebungen zeigen sich auch in den häufigen Erdbeben. Außerdem macht sich der Vulkanismus bemerkbar. Das Wasser des Baches soll in den letzten Jahren auch schon überraschend angefangen haben zu dampfen.
In den letzten 10.000 Jahren ist das Land beidseits der der Schlucht Almannagjá um 70 Meter auseinandergedriftet und der Talboden hat sich um ca. 40 Meter gesenkt.
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rechts hinten der Hrafnabjörg


Der Gullfoss (sprich "Gütlfoss") (gull=golden, foss=Wasserfall) ist ein Wasserfall des Flusses Hvítá im Haukadalur im Süden Islands.
Er gehört mit Þingvellir und den benachbarten Geysiren zum sogenannten Gullni hringurinn (Golden Circle, dt. wörtlich: Goldener Ring oder Goldene Rundfahrt) der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Islands.
Seine durchschnittliche Wasserführung beträgt etwa 109 m³/s. Im Sommer sind es etwa 130 m³/s. Die bisher größte Flut betrug 2.000 m³/s.
Der Wasserfall rauscht über zwei Stufen (11 m und 21 m hoch). Die beiden breiten Kaskaden stehen etwa in einem 90°-Winkel zueinander. Bei Betrachtung der nachfolgenden Schlucht erscheint es verwunderlich, wohin diese riesige Wassermenge verschwindet. Die Schlucht ist vom Wasserfall bis zum breiten Tal 2,5 km lang und erreicht eine Tiefe von 70 Metern.
Dass es diesen Wasserfall noch gibt, ist dem Einsatz von Sigríður Tómasdóttir und ihrem Vater Tómas Tómasson zu verdanken, die um 1920 gegen den geplanten Verkauf des Geländes am Wasserfall angingen. Es sollte an eine englische Gesellschaft vergeben werden, die einen Staudamm errichten und Elektrizität gewinnen wollte. An Sigríður erinnert eine Hinweistafel aus Stein in der Nähe des Wasserfalles. Ein Projekt von 1977, das 2.444 Gigawattstunden pro Jahr Strom hätte liefern sollen und drei Viertel der Wassermenge abgezweigt hätte, wurde ebenfalls abgelehnt.
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ich ;-)



gigantische Wassermassen



Der Langjökull (dt. "Langer Gletscher") ist mit ca. 925 km² der zweitgrößte Gletscher Islands.
Er liegt im Westen des Landes und bedeckte 1989 eine Fläche von 950 km². 2006 war seine Fläche schon auf 925 km² geschrumpft.
Im selben Jahr hatte er ein Volumen von 195 km³, die Eisschicht war bis 580 m dick und er lag auf Höhen zwischen 1450 und 400 m.
Bezeichnenderweise trifft man verschiedene Daten bzgl. Höhe oder Volumen des Gletschers in der Literatur an: Alte Messungen waren nicht so genau wie neue, außerdem verändern sich Gletscher ständig, teilweise aufgrund von allgemeinem Klimawandel, teilweise auch, etwa in Island, wegen Veränderungen bzgl. der vulkanischen Aktivität unter dem Gletscher.
Die größte Dicke erreichte der Gletscher im Jahre 1840.
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leider nur aus der Ferne gesehen

Der Strokkur (deutsch Butterfass) ist ein Geysir in Island. Er befindet sich neben dem nur noch selten ausbrechenden Großen Geysir im Heißwassertal Haukadalur im Süden der Insel. Seine Ausbrüche erfolgen regelmäßig im Abstand von 3 bis 5 Minuten und manchmal bis zu drei mal kurz hintereinander. Die kochende Wassersäule des Strokkur erreicht eine Höhe von 25 bis 35 Meter.
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Ein Geysir (isländisch geysa - wirbeln, strömen), auch Geiser, ist eine heiße Quelle, die ihr Wasser in regelmäßigen oder unregelmäßigen Abständen als Fontäne (Eruptionssäule) ausstößt. Einen solchen Ausbruch bezeichnet man als Eruption. Namensgebend für den Geysir war der Große Geysir auf Island.
Eigenschaften
Das erste naturwissenschaftliche Modell für die Funktion eines Geysirs erklärte 1846 der deutsche Chemiker Robert Wilhelm Bunsen auf Grund eines leicht nachvollziehbaren Experiments, in dem ein Modell-Geysir in verkleinertem Maßstab mit beheiztem Kessel als Reservoir und einer Röhre als Kanal nachgebaut wurde und auch "eruptives Verhalten" zeigt.
Geysire kommen in aktiven vulkanischen Gebieten vor. Sie besitzen einen Kanal in Form einer Röhre, der in ein unterirdisches Wasserreservoir mündet. Es können sich auch mehrere Wasserreservoire hintereinander befinden. Typischerweise werden Geysire über das Grundwasser gespeist. Das ausgestoßene Wasser hat eine Temperatur zwischen 90°C und knapp über dem Siedepunkt, das Wasser im Reservoir kann auf wesentlich höhere Temperaturen überhitzt sein.
Der Eruptionskanal beziehungsweise Verengungen im Eruptionskanal spielen eine wesentliche Rolle bei den Eruptionen des Geysirs. Ist keine Verengung vorhanden bzw. ist sie zu weit, so kann der Wasserdampf ungehindert austreten (Dampfquelle) oder sofern der Dampf weit genug abkühlt und kondensiert, entsteht eine heiße Quelle. Je enger die Engstelle ist, desto stärker wird die thermische Konvektion unterbunden, und von der Höhe des Eruptionskanals hängt der Druck ab, den die Wassersäule und teilweise auch das umgebende Gestein auf das erhitzte Wasser weiter unten ausübt. Um dies zu veranschaulichen: Die Engstelle zwischen dem oberen Reservoir und dem Eruptionskanal des Old Faithful hat einen Durchmesser von ca. 10 cm. Die Engstelle befindet sich in ca. 7,5 m Tiefe über dem oberen Reservoir. Old Faithful wurde bis auf reichlich 16 m Tiefe mit einer Videokamera befahren, insofern sind die Verhältnisse bis in diese Tiefe recht gut bekannt und die Dynamik der Eruption dieses Geysirs ist recht gut erklärbar.
Die Wärme einer Magmakammer erhitzt das Grundwasser auf über 100°C. Durch den Druck der darüber stehenden Wassersäule siedet das Wasser zunächst nicht (Siedepunktserhöhung). Bei einer Eruption geschieht im einfachsten Fall folgendes: Erst wenn die Temperatur im Reservoir auf weit über den Siedepunkt angestiegen ist, steigen einzelne Dampfblasen durch die Engstelle im Kanal aufwärts und pressen einen Teil der Wassersäule nach oben. Dadurch sinkt unten der Druck rapide ab und das überhitzte Wasser geht schlagartig in Dampf über.
Herausgeschleudert wird eine Mischung aus kochend heißem Wasserdampf, kühlerem beziehungsweise kondensiertem Wasser und gelösten Mineralien sowie Gesteinspartikeln. In Laufe der Jahre werden durch das heiße Wasser feine Spalten im Gestein zu Schächten aufgeweitet und im günstigsten Fall durch im Wasser vorübergehend gelöste Mineralien (z.B. Silikate) ausgekleidet und damit stabilisiert. Besteht auf dem Weg zur Oberfläche keine wirksame Verengung z. B. durch einen Übergang von einer Kammer (Reservoir) zu einer Leitung, so tritt das Wasser als heiße Quelle oder Dampfquelle zu Tage.
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und es geht erneut los



im Gegenlicht





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