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Einzelbilder Oktober 2010


Den Oktober bestimmte der Umzug von München nach Clausthal-Zellerfeld im Harz. Nach meinem erfolgreichen Bachelorabschluss an der TU/LMU München, werde ich in den nächsten 2 Jahren den Rohstoff-Geowissenschaften Master an der TU Clausthal machen.


Clausthal-Zellerfeld ist eine Bergstadt im Landkreis Goslar in Niedersachsen. Sie liegt im Oberharz zwischen 535 und 600 m Höhe und hat knapp 15.000 Einwohner, davon 3.189 Studenten. Clausthal-Zellerfeld ist Sitz der Samtgemeinde Oberharz und ein heilklimatischer Kurort. Die Stadt entstand 1924 durch Zusammenschluss der beiden Bergstädte Clausthal und Zellerfeld. Die Senke zwischen den beiden Stadtteilen markiert eine natürliche "Grenzlinie". Im Stadtteil Clausthal ist die Technische Universität Clausthal angesiedelt.

Geographische Lage
Clausthal-Zellerfeld liegt auf der Oberharzer Hochebene. Die Umgebung ist im Vergleich zum Großteil des Harzes weniger bergig, sondern nur hügelig. In der Folge ist das Umland auch weniger stark bewaldet und es gibt mehr Wiesen und Ackerflächen. Verstreut in und um Clausthal-Zellerfeld finden sich zahlreiche Teiche und Wasserläufe des Oberharzer Wasserregals.

Klima
Die Stadt wird wegen des Höhenklimas und der klaren Luft bei Sportlern, Asthmatikern und Pollenallergikern geschätzt und ist staatlich anerkannter heilklimatischer Kurort.

Das Clausthal-Zellerfelder Wetter ist geprägt durch das typisch raue Oberharzer Klima mit kräftigen Westwinden, viel Niederschlag (>1000 mm/a) und insbesondere langen und schneereichen Wintern. Es ist zumeist einige Grad kälter als im norddeutschen Flachland. Aus diesen Gründen wird der Name der Stadt manchmal scherzhaft spöttisch als "Saukalt-Schnellerkält" verballhornt und die TU Clausthal wird scherzhaft als die "einzige Uni mit zwei Wintersemestern" bezeichnet.

Es gibt aber auch zahlreiche sonnige Tage, und bei tiefhängender Wolken- oder Nebeldecke (Inversionswetterlage) kann es sogar vorkommen, dass in Clausthal-Zellerfeld die Sonne scheint, während es im Tiefland bedeckt ist.

Hier geht es zum Klimadiagramm von Clausthal-Zellerfeld.

Geschichte
Im 8. Jahrhundert soll Bonifatius im heutigen Zellerfeld eine Kapelle (Zelle) errichtet haben. Die erste Besiedlung des Oberharzes fand in der Mitte des 12. Jahrhunderts durch Gründung des Benediktinerklosters Cella statt, die wahrscheinlich vom reichsunmittelbaren Stift Simonis et Judae in Goslar ausging. Die Mönche trieben bereits etwas Bergbau. Das Kloster wurde 1431 (in anderen Quellen: 1433) vom Papst geschlossen. Der Bergbau wurde eingestellt. Der Name von Clausthal (früher Klausthal) leitet sich wohl von einer Talsperre für die Flößerei her (Klause (Wasserbau)).

Die zweite Besiedelung erfolgte am Anfang des 16. Jahrhunderts, als braunschweigische Herzöge Interesse am Bergbau zeigten, namentlich Heinrich der Jüngere. Der braunschweigische Teil des Oberharzes erhielt von ihm 1532 die erste Bergfreiheit.

Zellerfeld erhielt 1529 Stadtrechte und nahm 1539 die Reformation an. Clausthal erhielt 1570 die erste Kirche. Der Oberharz blühte dank des Bergbaus auf. Sächsische Einwanderer aus dem Erzgebirge prägten die Region, etwa mit ihrem oberdeutschen Dialekt (dem Erzgebirgisch), nachhaltig.

Im Vorfeld der Schlacht bei Lutter am Barenberge zogen Teile des Tillyschen Heeres in den Oberharz, um zu plündern und zu brandschatzen. Während sich Clausthal kampflos den Angreifern ergab, stellte sich Zellerfeld unter seinem Stadthauptmann Thomas Merten am 19. März 1626 der Übermacht entgegen. Thomas Merten fiel wie die meisten seiner Mitstreiter in diesem Kampf. Ihm zu Ehren erhielt der zentrale Platz in Zellerfeld vor der St.-Salvatoris Kirche den Namen Thomas-Merten-Platz.

1672 zerstörte ein Brand Zellerfeld fast vollständig. Nach dem Brand wurde Zellerfeld in unüblich gradliniger Form wieder aufgebaut.

1779-1799 wurde der Tiefe Georgs-Stollen aufgefahren. Der 26 km lange Stollen entwässert die Bergbaureviere von Clausthal-Zellerfeld, Wildemann, Hahnenklee und Bad Grund.

Bis 1788 war Zellerfeld Teil des Kommunionharzes, kam dann an Hannover und mit diesem 1866 an Preußen.
1851-1864 trieb man den 32 km langen Ernst-August-Stollen von der Ortschaft Gittelde am südlichen Harzrand vor. Dieser tiefste Wasserlösungsstollen des Harzes verläuft fast 400 m unter Clausthal und entwässert die Bergbaureviere der Bergstädte Lautenthal, Hahnenklee, Wildemann, Clausthal-Zellerfeld und Bad Grund.

Am 18. April 1854 wurde Clausthal von einer Feuersbrunst schwer in Mitleidenschaft gezogen.

Im Jahr 1885 hatte Clausthal 8.871 und Zellerfeld 4.407 meist evangelische Einwohner, die größtenteils entweder in Bergbau und Verhüttung oder in Strick- und Häkelwarenfabriken beschäftigt waren.

Obwohl seit 1930 im Stadtgebiet kein Bergbau mehr betrieben wird, hat sich die Stadt ihre enge Verbindung mit dem Bergbau durch das Oberharzer Bergwerksmuseum bewahrt. Auch die Bergakademie und das Oberbergamt erinnern an den ehemaligen Bergbau. Im Zuge des Bergbaus wurde im heutigen Clausthal-Zellerfeld die Fahrkunst durch Georg Wilhelm Dörell und das Drahtseil durch Wilhelm August Julius Albert erfunden.

Im Deutschen Reich entstand in unmittelbarer Nähe, an der Kreisstraße 38 nach Altenau, die drittgrößte Munitionsanstalt, das Werk Tanne. In der Sprengstofffabrik wurde hauptsächlich TNT hergestellt und sie diente als Füllstelle von Bomben, Minen und Granaten. Eine Gedenkstätte am Mittleren Pfauenteich erinnert an die Opfer unter den Zwangsarbeitern bei der Bombardierung des Werkes. Weiterhin wird in Clausthal vor der Marktkirche und in Zellerfeld vor der St. Salvatoris-Kirche an die Opfer des Todesmarsches der Häftlinge des Konzentrationslagers Dora-Mittelbau bei Nordhausen Anfang 1945 von Osterode über den Harz gedacht. Ein weiteres Mahnmal befindet sich an der Harzhochstraße nahe dem Hirschler Teich.

Heute ist Clausthal-Zellerfeld besonders durch seine Technische Universität bekannt. Ursprünglich eine reine Ausbildungsstätte für Berg- und Hüttenleute, ist die TU in der Gegenwart eine Hochschule mit breiter gefächertem Studienangebot vorwiegend technischer Natur.

(Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Clausthal-Zellerfeld aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.)


11.10.10

Der Brocken ist mit 1.141,1 m ü. NN der höchste Berg im Norden Deutschlands und des Mittelgebirges Harz. Er erhebt sich nahe Wernigerode im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt. Der Berg und seine Umgebung zählen zum Nationalpark Harz.

Geologie
Der Brocken und sein Umfeld, das Brockenmassiv, besteht aus geologischer Sicht vorwiegend aus Granit (dem so genannten Brockengranit), einem plutonischen Gestein. Die Granitplutone des Harzes, der Brocken-, der Ramberg- und der Oker-Pluton, entstanden gegen Ende der Harz-Gebirgsbildung im Oberkarbon vor rund 300 Millionen Jahren. Zunächst drangen basische Gesteinsschmelzen in die überlagernden Sedimente ein, kristallisierten dort aus und bildeten Gabbro- und Dioritmassive, beispielsweise den Harzburger Gabbro. Etwas später stiegen kieselsäurereiche, granitische Schmelzen auf, die zum Teil in Hohlräume und Fugen der älteren Gesteine eindrangen, sich aber überwiegend durch Aufschmelzen der vorhandenen Sedimente Platz schufen. Im Grenzbereich zwischen Granit und Nebengestein, der sogenannten Kontaktzone, können vielfältige Übergänge zwischen den Gesteinen beobachtet werden. So besteht die Kuppe der Achtermannshöhe aus kontaktmetamorphem Hornfels der hier den Brockengranit überlagernden Kontaktzone. Die nachfolgende Erosion des Harzgebirges im Zuge der Harzhebung seit der Oberkreide ließ die schützende Hornfelskuppe verschwinden und auf diese Weise wurde der im Oberkarbon in der Tiefe auskristallisierte Granit freigelegt. Die vorgebliche Härte des Granits ist also nicht der Grund für die Höhe des Brockens, sondern die geologische Tatsache, dass er durch die verwitterungsresistente Hornfelskuppe lange Zeit vor der Erosion gut geschützt war.

Erst in jüngster geologischer Zeit, seit dem Tertiär, entstand die typische runde "Wollsackverwitterung" des Granits und die Granit-Blockhalden des Brockens wurden gebildet. Solche Blockhalden sind in Mitteleuropa außerhalb der Alpen sehr selten und schutzwürdig. Ihre Entstehung erfolgte überwiegend unter periglazialen Bedingungen, das heißt im Zuge der Eiszeiten und nach deren Rückgang. Die heutigen Blockhalden des Brockengranits, aber auch in anderen Gesteinen im Bereich des Nationalparks Harz, etwa im Odertal, sind daher mindestens 10.000 Jahre alt. Bei ihrer Bildung spielte die physikalische Verwitterung, unter anderem in Form der Frostsprengung, eine entscheidende Rolle. So konnten die riesigen Berge aus locker aufeinandergestapelten Felsbrocken entstehen. 2006 wurden die Granit-Blockhalden des Brockens gemeinsam mit 76 anderen geotouristisch interessanten Geotopen als "Nationaler Geotop" ausgezeichnet.

Klima
Der Brocken ist ein Ort extremer Wetterbedingungen. Aufgrund der exponierten Lage im Norden Deutschlands liegt sein Gipfel oberhalb der natürlichen Waldgrenze. Das Klima auf dem Brocken entspricht aufgrund des kurzen Sommers und sehr langen Winters, der vielen Monate mit geschlossener Schneedecke, der schweren Stürme und niedrigen Temperaturen selbst im Sommer einer alpinen Lage in 1.600-2.200 m Höhe beziehungsweise dem Klima Islands.

Aufgrund des markanten Höhenunterschieds gegenüber dem Umland weist der Brocken als niederschlagsreichster Punkt im nördlichen Mitteleuropa Niederschläge im Jahresdurchschnitt (1961-1990) von 1814 Millimetern auf. Das Jahrestemperaturmittel beträgt 2,9°C.

Durch die Wetterwarte wurden folgende extremen Werte gemessen:

* Die höchste Temperatur betrug 28,2°C am 12. August 2003.
* Die tiefste Temperatur betrug -28,4°C am 1. Februar 1956.
* Im Jahr 1973 lag an 205 Tagen Schnee.
* Größte Schneehöhe 380 cm am 14. und 15. April 1970.
* Die höchste gemessene Windgeschwindigkeit betrug 263 km/h am 24. November 1984.
* Größte Niederschlagssumme 2335 mm im Jahr 1981.
* Kleinste Niederschlagssumme 984 mm im Jahr 1953.
* Längste Sonnenscheindauer 2004,5 Stunden im Jahr 1921.
* Kürzeste Sonnenscheindauer 972,2 Stunden im Jahr 1912.

Der Brocken hält mit 330 Tagen Nebel im Jahr 1958 den Rekord für die meisten Nebeltage in einem Jahr in Deutschland. Der Brocken weist jährlich durchschnittlich 120 Schneetage auf.

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Brockenblick





21.10.10

erster Schnee in Clausthal-Zellerfeld



23.10.10

Brocken mit weißer Kuppel


herbstlich



30.10.10
Mineraliensammeln auf der Abraumhalde Oberschulenberg


Beim Achat handelt es sich um eine mikrokristalline Varietät des Minerals Quarz. Auffällig beim Achat ist seine schöne, streifige Zeichnung aufgrund der rhythmischen Kristallisation.

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Azurit ist ein Sekundärmineral, das durch chemische Verwitterung aus Chalcopyrit, anderen Kupfer-Sulfiden oder Kupfer-Erzen entstanden ist. Durch Wasseraufnahme wandelt es sich zudem in den grünen Malachit um und ist deshalb oft mit ihm verwachsen zu finden und auch Pseudomorphosen von Malachit nach Azurit sind bekannt.

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Malachit ist ein typisches Sekundärmineral, dass sich als Verwitterungsprodukt in der Oxidationszone von Kupfer-Lagerstätten bildet. Es tritt dort vor allem in enger Paragenese mit Azurit auf, aus dem es durch Wasseraufnahme entsteht [...]

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Galenit (Bleiglanz) bildet sich in metamorphem Gestein genauso wie in hydrothermalen und vulkanischen Sulfidlagerstätten. Daneben kommt es auch in Erzablagerungen im Riffkalkstein und Dolomitgestein vor. Entsprechend seiner Bildungsmöglichkeiten findet sich Galenit in Paragenese mit vielen verschiedenen Mineralen wie unter anderem Baryt, Calcit, Chalkopyrit, Dolomit, Markasit, Pyrit, Siderit, Sphalerit, Tetraedrit und Quarz.

Weltweit konnte Galenit bisher (Stand: 2010) an über 17.000 Fundorten nachgewiesen werden. Bekannte Fundorte in Deutschland sind unterem Freiberg im sächsischen Erzgebirge; die hydrothermalen Erzgänge bei Clausthal-Zellerfeld, Bad Grund und St. Andreasberg im Oberharz [...]

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Chalkopyrit (Kupferkies) bildet massiv, manchmal aber auch kristallin in hydrothermalen Gängen und in verschiedensten metamorphen und magmatischen Gesteinen meist in Paragenese mit Bornit und Pyrit, aber auch mit vielen weiteren Kupfer- oder anderen Metallsulfiden wie unter anderem mit Sphalerit, Galenit und Tetraedrit sowie allgemein mit Baryt, Calcit, Dolomit und Quarz.

Das Mineral geht durch Verwitterung in Brauneisenstein, Ziegelerz, Kupferpecherz und andere Kupfersalze wie Malachit, Azurit und Chalkanthit über.

Weltweit konnte Chalkopyrit an rund 19.000 Fundorten nachgewiesen werden [...]

(Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Chalkopyrit aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.)




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