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Hüttenwochenende Großer Arber vom 25. bis 27.3.2011


25.3.11 - Anfahrt und Aufstieg

Anfahrt von Waldthurn - kurz vor Bodenmais waren erstmals die noch weißen Gipfel zu sehen. Die Schneehöhe lag auf dem Großen Arber dennoch nur bei 50 cm, was für die Jahreszeit deutlich unterdurchschnittlich ist.


Am Aldi-Parkplatz in Bodenmais trafen wir uns und gingen über die Rießlochfälle auf den Arbergipfel.
Mit dabei waren DWD'ler und Forumaner aus der Wetterzentrale - Stefan, Lars, Jens, Sandra, Dirk, Wolfgang, Marco, Juliane, Martin und meine Wenigkeit ;-)

größere Schneereste auf 800 m im unteren Teil der Rießlochfälle


Hier entstanden erste Bilder, das Wasser wurde auf seine Temperatur untersucht und ein wenig herumgeklettert wurde ebenfalls ;-)


so hätte es auch aussehen können (Mitte November 2007) ;-)


Jule und Lars


(Fotografiert von Stefan - vielen Dank für die Erlaubnis zur Verwendung des Bildes in meinem Bericht !)


Aufstieg durch den Wald




Richtung 1000er Marke war die Schneedecke noch geschlossen und in günstigen Lagen bis zu 1 m mächtig




Da wir in Bodenmais zu spät wegkamen, war es zur Ankunft an der Zwieseler Hütte (Südhang, 10 m unterhalb des Arbergipfels) bereits dunkel. Allerdings hatten wir das Gepäck und die Verpflegung mit der Seilbahn hochgeschickt und mussten dieses an der Arberbergstation noch abholen.
Eine kurze Beschreibung dazu: die Station liegt am Osthang etwa 50-60 m tiefer, war schneebedeckt und sehr rutschig - der Rückweg zur Hütte endete dementsprechend in einem einzigen Gefluche, da es meist nach zwei Schritten vorwärts wieder einen Schritt zurück ging ;-)




26.3.11 - Gipfelrundwanderung

Nach einer kurzen Nacht und einem mehr oder weniger ausgiebigen Frühstück stand das Mittagsplatzl mit Blick zum Großen Arbersee auf dem Plan. Andy kam auch hoch und blieb bis zum späten Abend bei uns.
Allerdings merkten Martin und ich, dass es doch besser gewesen wäre, wenn wir unsere Schuhe am Abend zuvor noch an die Heizung gestellt hätten...Wolfgang hatte ein großes Loch in einem Schuh und musste wie Martin und ich ebenfalls an der Hütte bleiben...nach zwei Stunden an der Heizung waren sie wenigstens so weit getrocknet, dass zumindest eine Gipfelumrundung möglich war ;-)

der Blick zum Nebengipfel Richard-Wagner-Kopf


die Hütte...


...sieht so natürlich um einiges schöner aus (zwei Bilder von 2007)




das Gipfelkreuz...


...kann auch so aussehen (2007) ;-)


im Gipfelbereich lag wegen der exponierten Lage bereits kein Schnee mehr


Wetterhütte des DWD


Blick auf die Radartürme der Bundeswehr, rechts Martin und Wolfgang (rechts)


Der Gipfel des Arbers besteht aus Paragneis.
Paragneise sind Paragesteine und gehören zu den metamorphen Gesteinen. Sie sind aus sedimentären Ausgangsgesteinen (Edukten) hervorgegangen, im Gegensatz zu Orthogneisen, die aus Magmatiten entstanden.

Ausgangsgesteine
Paragneise entstammen gewöhnlich terrigenen, detritischen, nur wenig entwickelten Sedimenten wie beispielsweise Arkosen, Grauwacken und Peliten (oft Flysche oder flyschoide Gesteinsserien). Die Sedimente sind meist im marinen Milieu (als Schelf- und Kontinentalrandablagerungen) abgesetzt worden.

Ausbildung
Wie auch andere Gneise sind die meist grau gefärbten Paragneise sehr kompakte, massive, kristalline Grundgebirgsgesteine, die sich durch eine typisch gneishafte, granoblastische oder granolepidoblastische Lagentextur auszeichnen (Foliation). Diese Lagentextur ist im Normalfall eine rhythmische Wechsellagerung von hellen quarz-feldspatreichen Lagen und dunklen glimmerreichen Lagen. Bedingt durch die jeweilige sedimentäre Abfolge im Ausgangsgestein können diese Wechsellagen entweder sehr feinschichtig und gleichmäßig ausfallen, oft wird aber auch eine starke Betonung einer der beiden Lagentypen beobachtet.

Mineralbestand
Essentielle Minerale in Paragneisen sind Quarz und Feldspäte (Alkalifeldspat und Plagioklas, gewöhnlich Oligoklas oder Andesin), die meist zusammen auftreten und die oben bereits erwähnten Quarz-Feldspatlagen aufbauen. Hinzu kommen Biotit, Muskovit und Amphibole in den dunklen glimmerreichen Lagen. Da Paragneise von einer Regionalmetamorphose erfasst wurden, führen sie auch meist typische Metamorphoseminerale wie beispielsweise Sillimanit (Fibrolith), Andalusit, Disthen, Cordierit, Staurolith oder Granat (Almandin und Spessartin). Als Akzessorien enthalten sie meist Apatit, Titanit, Allanit, Epidot, Turmalin und Zirkon sowie Opakmineralien wie Ilmenit.

Chemismus
Bedingt durch das breite Spektrum der Edukte ist die chemische Zusammensetzung sehr variabel und großen Schwankungen unterworfen. Demgemäß kann sich der SiO2-Gehalt zwischen 57 und 80 % bewegen, d. h. Paragneise können einen basischen, intermediären oder auch sauren Charakter annehmen! Der Al2O3-Gehalt variiert hierbei zwischen 11 und 18 %.

(Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Paragneis aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.)


Paragneis mit Falte am Gipfelfelsen




der Weg ins Nichts


Blick auf den Kleinen Arbersee auf der Nordwestseite - erste Cu med sind zu sehen, die später etwas Schneegriesel brachten






auf der Wetterseite (Westseite) haben die Bäume keine Äste


Martin vor dem Richard-Wagner-Kopf


Blick vom Richard-Wagner-Kopf zum Gipfel


Schilder

davor musste man diesmal keine Angst haben


hehe ;-)


(Fotografiert von Martin (Sturmjäger Martin Zoidl) - vielen Dank für die Erlaubnis zur Verwendung des Bildes in meinem Bericht !)


Wegweiser


Betreten verboten


Am Abend stand die Besichtigung der Wetterwarte des Deutschen Wetterdienstes an, die sich unter einem der beiden Radartürmen im Bundeswehrgebäude befindet. In diesem war fotografieren leider verboten...daher nur ein Bild von außen.


Am Abend wurde gegrillt und das Spiel Deutschland-Kasachstan angeschaut.
Von links nach rechts: Juliane, Jens, Marco, ich, Dirk, Stefan


(Fotografiert von Martin (Sturmjäger Martin Zoidl) - vielen Dank für die Erlaubnis zur Verwendung des Bildes in meinem Bericht !)


nach ein paar Bierchen wurde es gegen 3 Uhr etwas lauter und noch mal richtig lebendig, als Bierfilze wild durch das Zimmer und zum Teil aus dem Fenster flogen ;-)


(Fotografiert von Martin (Sturmjäger Martin Zoidl) - vielen Dank für die Erlaubnis zur Verwendung des Bildes in meinem Bericht !)


27.3.11 - Abstieg

Gruppefoto an der Hütte kurz vor dem Abstieg:
v.l.: Dirk, Marco, Sandra, ich, Wolfgang, Juliane (sitzend), Jens, Lars, Martin und Stefan


(Fotografiert von Stefan - vielen Dank für die Erlaubnis zur Verwendung des Bildes in meinem Bericht !)


diesen steilen Hang mussten wir am ersten Abend vollgepackt hochlaufen...Anstrengung pur ;-)


hinunter ging es den steilen Ost-Nordost-Hang, oft auf dem Hosenboden ;-)


(Fotografiert von Stefan - vielen Dank für die Erlaubnis zur Verwendung des Bildes in meinem Bericht !)




(Fotografiert von Stefan - vielen Dank für die Erlaubnis zur Verwendung des Bildes in meinem Bericht !)


Lars





Vielen Dank an alle für das lustige Wochenende und speziell an Stefan für die Organisation ! ;-)


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