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8.5.11 - Städtereise Berlin - Tag 4
Checkpoint Charlie, Berliner Mauer, Potsdamer Platz


Der Checkpoint Charlie war einer der bekanntesten Berliner Grenzübergänge durch die Berliner Mauer zwischen 1961 und 1990. Er verband in der Friedrichstraße zwischen Zimmerstraße und Kochstraße (beim gleichnamigen U-Bahnhof) den sowjetischen mit dem US-amerikanischen Sektor und damit den Ost-Berliner Bezirk Mitte mit dem West-Berliner Bezirk Kreuzberg. Der Kontrollpunkt wurde im August 1961 in Folge des Mauerbaus eingerichtet, um die Grenzübertritte des westalliierten Militärpersonals und ausländischer Diplomaten erfassen zu können.[1]

Alliierter Kontrollpunkt
Der Kontrollpunkt durfte nur von alliierten Militär- und Botschaftsangehörigen, Ausländern und Mitarbeitern der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der DDR sowie von DDR-Funktionären benutzt werden.

Der Kontrollpunkt war einer der drei, durch die Amerikaner genutzten, alliierten Kontrollpunkte. Er wurde nach dem dritten Buchstaben gemäß dem Internationalen Buchstabieralphabet (Alfa, Bravo, Charlie, ...) benannt. Der Checkpoint Alpha war die amerikanische Seite des Grenzüberganges Helmstedt-Marienborn an der heutigen Bundesautobahn 2 und der Checkpoint Bravo die amerikanische Seite des Grenzkontrollpunktes Dreilinden-Drewitz an der heutigen A 115.

Die Nomenklatur Checkpoint für Kontrollpunkt ergibt sich im Gegensatz zu der östlichen Bezeichnung Grenzübergangsstelle (GÜSt) daraus, dass von westlicher Seite aus die völkerrechtliche Legitimit&aml;t als Staatsgrenze nicht anerkannt wurde. Diesbezüglich trat nach der Anerkennung der DDR als Staat ab 1972 für die innerdeutsche Grenze eine Veränderung ein, nicht jedoch für die Sektorengrenze Berlins.

Als Folge des Versuchs der SED-Führung, alliierte Rechte der Westmächte in Berlin einzuschränken, standen sich am 27. Oktober 1961 sowjetische und amerikanische Panzer gefechtsbereit gegenüber. Heute weiß man, dass die Kommandeure beider Seiten den Befehl hatten, ihre Panzer notfalls einzusetzen. Im November 1961 reagierten die USA auf die neuere Berlinkrise mit der Operation Stair Step. Dabei wurden über 200 Kampfflugzeuge aus den USA über Kanada und den Azoren nach Frankreich verlegt und kehrten erst im August 1962 wieder in die USA zurück.

Der Checkpoint war Schauplatz spektakulärer Fluchten aus dem damaligen Ost-Berlin. Besonders tragisch war der Tod des DDR-Flüchtlings Peter Fechter, der am 17. August 1962 vor den Augen westlicher Beobachter verblutete. Der Volkspolizist Burkhard Niering nahm 1974 einen Passkontrolleur als Geisel und wurde bei dem folgenden Fluchtversuch erschossen. Hans-Peter Spitzner aus Karl-Marx-Stadt war der letzte Flüchtling vom Checkpoint Charlie. Am 18. August 1989 überwand er die Grenze mit seiner Tochter im Kofferraum eines Alliiertenfahrzeugs.[2]

Noch vor der Wiedervereinigung wurde der Kontrollpunkt am 22. Juni 1990 abgebaut. Er ist heute im Berliner AlliiertenMuseum zu besichtigen.

Der Checkpoint Charlie zählt heute als Gedenkstätte zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Berlins. Am 13. August 2000 wurde eine originalgetreue Rekonstruktion der ersten Kontrollbaracke enthüllt. Die aufgestapelten Sandsäcke sind mit Beton statt Sand gefüllt. Auf dem brachliegenden Gelände entwickelte Ronald Lauder die Idee eines American Business Centers. Von den geplanten fünf Gebäuden wurden drei errichtet, darunter das Philip-Johnson-Haus.


[1] Berliner Mauer Online - Checkpoint Charlie
[2] http://www.bild.de/BILD/news/2009/08/24/checkpoint-charlie/der-letzte-mauer-fluechtling-hans-peter-spitzner.html

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Verlauf der Mauer durch Berlin


Traaabi ;-)


ein Ferrabi ;-)


Volkspolizei


Reste der Berliner Mauer an der Niederkirchnerstraße




Nachfolgend Bilder der Freiluft-Ausstellung Topographie des Terrors.

Mauerverlauf durch Berlin


Als Weimarer Republik wird das Deutsche Reich für die Zeit seiner demokratischen Phase von 1918/19 bis 1933 bezeichnet. Die Epoche beginnt mit der Novemberrevolution und der Ausrufung der Republik am 9. November 1918 sowie mit der Verabschiedung der Weimarer Verfassung am 11. August 1919. Sie endet mit der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 und der darauf folgenden Errichtung der nationalsozialistischen Diktatur. Während dieser Zeit war das Reich ein demokratischer Bundesstaat, eine Mischform aus präsidialem und parlamentarischem Regierungssystem. Ihren Namen erhielt die erste auf nationalstaatlicher Ebene verwirklichte deutsche Republik nach der thüringischen Stadt Weimar, dem Tagungsort der verfassunggebenden Nationalversammlung.

Die Geschichte der Weimarer Republik lässt sich nach der Gründungsphase in drei Abschnitte gliedern. In den Krisenjahren von 1919–1923 hatte die Republik mit den unmittelbaren Kriegsfolgen, einer Hyperinflation sowie zahlreichen Umsturzversuchen und politischen Morden zu kämpfen. In den Jahren von 1924–1929 erlebte sie eine Zeit relativer Stabilität, wirtschaftlicher Erholung sowie außenpolitischer Anerkennung und Wertschätzung. Die Weltwirtschaftskrise ab Ende 1929 und der Aufstieg der Nationalsozialisten ab 1930 mündeten schließlich in ihren Untergang.


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Am 24.03.1933 wird mit 441 zu 94 Stimmen das Ermächtigungsgesetz angenommen.

Ermächtigungsgesetz vom 24. März 1933
Mit den Gesetzen der 1920er-Jahre, vor allem der Stresemannschen und Marxschen Ermächtigungsgesetze, waren gefährliche Vorbilder für den Verfassungsbruch geschaffen worden. Als Adolf Hitler zu Beginn des Jahres 1933 seine Diktatur zu festigen suchte, strebte er zielgerichtet auf ein Ermächtigungsgesetz zu. Sein Gesetz vom 23. März 1933 unterschied sich aber in entscheidenden Punkten von dem Marxschen aus dem Jahre 1923:[1]

* 1933 entschieden die Abgeordneten nicht mehr frei, sondern waren durch den nationalsozialistischen Terror bereits eingeschüchtert
* Hitlers Regierung sollte nach seinem Ermächtigungsgesetz nicht nur Verordnungen, sondern Gesetze und auch Verträge mit dem Ausland beschließen können
* die so beschlossenen Gesetze konnten von der Verfassung abweichen
* die Regelung war thematisch nicht beschränkt und sollte vier Jahre dauern
* weder ein Reichstagsausschuss noch der Reichsrat konnten Kontrolle ausüben bzw. wenigstens nachträglich die Aufhebung fordern

Ein weiterer Unterschied besteht in der parlamentarischen Situation: Im Gegensatz zum Minderheitskabinett Marx hatte Hitler seit den Wahlen vom 5. März 1933 zusammen mit der DNVP eine absolute Mehrheit im Reichstag.[2] Hitlers Absicht war es, den Reichstag auszuschalten, die Verfassung de facto außer Kraft zu setzen und dennoch den Schein der Legalität zu wahren.

Inhalt
Originalauszug des Ermächtigungsgesetzes, das am 24. März 1933 in Kraft trat:[3]

Der Reichstag hat das folgende Gesetz beschlossen, das mit Zustimmung des Reichsrats hiermit verkündet wird, nachdem festgestellt ist, dass die Erfordernisse verfassungsändernder Gesetzgebung erfüllt sind:

Art. 1. Reichsgesetze können außer in dem in der Reichsverfassung vorgesehenen Verfahren auch durch die Reichsregierung beschlossen werden. Dies gilt auch für die in den Artikeln 85 Abs. 2 und 87 der Reichsverfassung bezeichneten Gesetze.
Art. 2. Die von der Reichsregierung beschlossenen Reichsgesetze können von der Reichsverfassung abweichen, soweit sie nicht die Einrichtung des Reichstags und des Reichsrats als solche zum Gegenstand haben. Die Rechte des Reichspräsidenten bleiben unberührt.
Art. 3. Die von der Reichsregierung beschlossenen Reichsgesetze werden vom Reichskanzler ausgefertigt und im Reichsgesetzblatt verkündet. Sie treten, soweit sie nichts anderes bestimmen, mit dem auf die Verkündung folgenden Tage in Kraft. [...]
Art. 4. Verträge des Reichs mit fremden Staaten, die sich auf Gegenstände der Reichsgesetzgebung beziehen, bedürfen nicht der Zustimmung der an der Gesetzgebung beteiligten Körperschaften. Die Reichsregierung erlässt die zur Durchführung dieser Verträge erforderlichen Vorschriften.
Art. 5. Dieses Gesetz tritt mit dem Tage seiner Verkündung in Kraft. Es tritt mit dem 1. April 1937 außer Kraft; es tritt ferner außer Kraft, wenn die gegenwärtige Reichsregierung durch eine andere abgelöst wird.


Das bedeutete, dass neue Gesetze nicht mehr verfassungskonform sein, insbesondere die Grundrechte nicht wahren mussten, dass Gesetze neben dem verfassungsmäßigen Verfahren auch allein von der Reichsregierung erlassen werden konnten (damit bekommt die Exekutive auch legislative Gewalt) und die Gültigkeit des Gesetzes vier Jahre betrug. Die im ersten Artikel erwähnten Verfassungsartikel 85 Abs. 2 und 87 banden Haushalt und Kreditaufnahme an die Gesetzesform. Durch das Ermächtigungsgesetz konnten jetzt also auch der Haushaltsplan und Kreditaufnahmen ohne den Reichstag beschlossen werden.


[1] Sylvia Eilers: Ermächtigungsgesetz und militärischer Ausnahmezustand zur Zeit des ersten Kabinetts von Reichskanzler Wilhelm Marx 1923/1924, Diss. Köln 1987, Köln 1988, S. 163.
[2] Sylvia Eilers: Ermächtigungsgesetz und militärischer Ausnahmezustand zur Zeit des ersten Kabinetts von Reichskanzler Wilhelm Marx 1923/1924, Diss. Köln 1987, Köln 1988, S. 166.
[3] Bundeszentrale für politische Bildung: Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft

(Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Ermächtigungsgesetz#Erm.C3.A4chtigungsgesetz_vom_24._M.C3.A4rz_1933 aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Zur Literaturliste.)




Der Hitlergruß, im nationalsozialistischen Sprachgebrauch auch als "Deutscher Gruß" bezeichnet, war zur Zeit des Nationalsozialismus die verpflichtende Grußform. Er war Ausdruck des nationalsozialistischen Personenkults um Adolf Hitler. Es handelte sich zunächst um den Gruß der NSDAP-Mitglieder und wurde nach der Machtübernahme 1933 zum offiziellen Gruß aller "Volksgenossen".

Hitlergruß im Nationalsozialismus
Der Hitlergruß war seit etwa 1925 die übliche Grußform in den nationalsozialistischen Kreisen des Deutschen Reiches. Hitler hatte die Symbolik von Benito Mussolini kopiert, der seinen Gruß wiederum auf den Saluto romano (Römischer Gruß) aus der Zeit des Römischen Reiches zurückführte. Hitler hatte den Gruß aber auch aus seiner österreichischen Heimat mitgebracht, wo "Heil" als Gruß unter Freunden verwendet wurde – und in Teilen noch heute verwendet wird –, so wie in Bayern das "Servus".

Während dieser Zeit war der nationalsozialistische Kampfgruß ("Heil Hitler", "Sieg Heil" oder einfach nur "Heil!") verbindlich vorgeschrieben und wurde im täglichen öffentlichen Leben von jedermann erwartet. Damit sollte die Ausrichtung des Deutschen Reiches als Führerstaat verdeutlicht werden. Die Nichterwiderung des Hitlergrußes konnte zu erheblichem Ärger führen und wurde in den letzten Jahren der nationalsozialistischen Herrschaft sogar bestraft.


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"der Weg des "gleichgeschalteten" Staatsbürgers"


Als Deutsche Frage oder Deutschlandfrage wird der in der europäischen Geschichte zwischen 1806 und 1990 ungelöste und in unterschiedlicher Form immer wieder auftretende Problemkomplex der deutschen Einheit bezeichnet. Sie drehte sich um Grenzen und territoriale Ordnung Deutschlands. Mit der Wiedervereinigung 1990 gilt die Deutsche Frage heute als geklärt, insbesondere, da Deutschland nun in Organisationen wie den Vereinten Nationen und der Europäischen Union gleichberechtigt mit anderen Staaten vertreten ist.


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Der Zweite Weltkrieg war der zweite auf globaler Ebene geführte Krieg sämtlicher Großmächte des 20. Jahrhunderts und stellt den bislang größten und verheerendsten Konflikt in der Menschheitsgeschichte dar.

Überblick
Der Krieg, der zwischen den expandierenden Achsenmächten und den Alliierten geführt wurde, prägte das Weltgeschehen nach dem Krieg über die Politik und die Kriegsführung hinaus in den meisten wirtschaftlichen, technologischen, sozialen und kulturellen Zusammenhängen. Die weltanschaulichen Gegensätze und Machtinteressen der zweckverbündeten Sieger mündeten in den Kalten Krieg, in dem sich zwei Staatenblöcke unter der jeweiligen Führung der sich etablierenden Supermächte Sowjetunion und USA gegenüberstanden.

Der Zweite Weltkrieg forderte zirka 55 bis 60 Millionen Menschenleben, wobei die Sowjetunion und China Verluste in zweistelliger Millionenhöhe erlitten. Er war durch eine starke Ideologisierung, häufig mit rassistischen Zügen geprägt. Dies führte zu zahlreichen Kriegsverbrechen und gewaltsamen, zumeist systematischen Übergriffen auf Kriegsgefangene oder Zivilbevölkerung. Dies traf besonders auf diejenigen Gebiete zu, die Deutschland unter dem Nationalsozialismus beziehungsweise das kaiserliche Japan kontrollierte. Viele der dort ansässigen Bevölkerungsgruppen wurden als minderwertig betrachtet. Mit dem nationalsozialistischen Ziel des Lebensraumgewinns und der Blut-und-Boden-Ideologie war auch untrennbar die von Adolf Hitler im Januar 1939 im Falle eines Krieges angedrohte Vernichtung der "jüdischen Rasse" in Europa verbunden, die sie letztendlich systematisch betrieben: Im sogenannten Holocaust starben allein sechs Millionen Juden. Ungefähr vier Millionen Angehörige anderer Volksgruppen, insbesondere Slawen, wurden Opfer eines ideologisch geprägten Vernichtungskrieges, dem in dessen Endphase auch viele Deutsche zum Opfer fielen.

Vor, während und nach dem Krieg wurden Grenzen in Mittel- und Osteuropa, im Nahen Osten und in anderen Regionen teils mehrfach neu gezogen. Vielfache individuelle Umwälzungen verursachte der Zweite Weltkrieg durch eine millionenfache Entwurzelung in Form von Emigration, kriegsbedingter Flucht und Vertreibung ganzer Bevölkerungsgruppen. Dass die Zivilbevölkerung im Vergleich zum Ersten Weltkrieg noch stärker von den Kampfhandlungen direkt betroffen war, lag abgesehen von der Versorgungslage einerseits an der raschen Weiterentwicklung der Flugzeug- und Rüstungsindustrie, andererseits an der billigenden Inkaufnahme ziviler Opfer durch die Terror-Strategien, in deren Kontext die Kriegsteilnehmer oft neuartige Waffen erstmals einsetzten. Der Zerstörungseffekt der großflächigen Bombardierung ganzer Städte in Europa und Asien mit teils 1000 Bombenflugzeugen wurde schließlich bei den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki mit nur einem Bomber erzielt. Damit demonstrierten die USA noch vor Kriegsende die Macht dieser neuen Massenvernichtungswaffe. Nachdem im Ersten Weltkrieg fast alle kriegsteilnehmenden Staaten in Europa chemische Waffen eingesetzt hatten, verwendete ausschließlich Japan gegen China diese Art der Kriegsführung.

Mehrere zunächst voneinander abgegrenzte Kriegsschauplätze mündeten in den Zweiten Weltkrieg, dessen genauer Beginn daher umstritten ist. Den ersten dieser Kriegsschauplätze schuf Japan im Jahre 1937 mit seiner zweiten Invasion Chinas innerhalb eines halben Jahrhunderts. In Europa begann der Krieg im September 1939 mit den Angriffen des Deutschen Reiches und der Sowjetunion auf Polen, nachdem kurz zuvor im deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt für beide Staaten die Interessengebiete für militärische Expansionen (Polenfeldzug beziehungsweise Winterkrieg in Finnland) abgesteckt worden waren. Großbritannien und Frankreich hatten zuvor Polen diplomatisch unterstützt und gaben auch Kriegserklärungen an das Deutsche Reich ab, griffen jedoch nicht wirksam ein und wandten sich nicht gegen die UdSSR. Auf See kam es jedoch zur mehrjährigen Atlantikschlacht. Da im Winter 1939/40 kein Friedensschluss entstand, dauerte die Pattsituation an Land, der sogenannte "Sitzkrieg", mehr als ein halbes Jahr an.

Im Frühjahr kam Deutschland mit dem "Unternehmen Weserübung" einem britischen Zugriff auf Norwegen zuvor. Im anschließenden Westfeldzug wurde Frankreich nach wenigen Wochen geschlagen, der Kern der britischen Armee konnte sich jedoch aus Dünkirchen auf die Insel zurückziehen. Frankreich kollaborierte teilweise nach seiner Kapitulation, aber Großbritannien verteidigte sich in der Luftschlacht um England sowie auf See erfolgreich. Die Versuche Benito Mussolinis, nach dem 1935 eroberten Italienisch-Ostafrika auch im Mittelmeerraum zu expandieren, scheiterten schon im Ansatz, so dass im Frühjahr 1941 deutsche Truppen in Nordafrika eingreifen mussten, und kurz danach auch auf dem Balkan. Dies verzögerte den deutschen Überfall auf die bis dahin verbündete Sowjetunion um mehrere Wochen, Moskau konnte nicht wie geplant vor Wintereinbruch erobert werden. Im Dezember bewirkte der japanische Angriff auf die Vereinigten Staaten sowie die anschließende deutsche Kriegserklärung, dass die USA, Großbritannien und die UdSSR durch das Leih- und Pachtgesetz schon wirtschaftlich unterstützt hatten, nun auch militärisch mit voller Kraft in den Krieg eingreifen konnten. Durch den Kriegsschauplatz im Pazifikraum bekamen die getrennten Konflikte eine gemeinsame weltpolitische Dimension, die zwei Drittel aller Nationen und drei Viertel der Weltbevölkerung umspannte.

Durch den Seitenwechsel Italiens (1943) schied Mussolini als Machtfaktor aus, dem Suizid Hitlers folgte kurz darauf die Kapitulation der Wehrmacht, die den Krieg in Europa am 8. Mai 1945 beendete. Den Schlusspunkt der Kampfhandlungen setzte am 2. September 1945 die Kapitulation Japans.

Bild 1: Kriegsverlauf in Europa (Animation)


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Die Berliner Mauer war während der Teilung Deutschlands mehr als 28 Jahre lang ein Grenzbefestigungssystem entlang der Grenze zwischen den Westsektoren Berlins einerseits und dem Ostteil der Stadt sowie der umgebenden Deutschen Demokratischen Republik (DDR) andererseits. Durch die DDR-Regierung errichtet, ergänzte sie ab 1961 die Funktion der 1378 Kilometer langen innerdeutschen Grenze zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland, die bereits mehr als neun Jahre vorher "befestigt" worden war, um den Flüchtlingsstrom zu stoppen. In der DDR wurde sie als "befestigte Staatsgrenze" oder (propagandistisch) als "antifaschistischer Schutzwall" bezeichnet (von Horst Sindermann geprägt).[1][2][3] Hauptzweck war die Verhinderung der Flucht aus der DDR durch deren Einwohner, die dort als "ungesetzlicher Grenzübertritt" (Republikflucht) unter Strafe stand.

Die Berliner Mauer war Bestandteil und zugleich markantes Symbol des Konflikts im Kalten Krieg zwischen den Westmächten unter Führung der USA und dem Ostblock unter Führung der Sowjetunion. Vom 13. August 1961 bis zum 9. November 1989 trennte sie innerhalb der durch die Nachkriegsordnung der Alliierten Siegermächte entstandenen Viersektorenstadt das Stadtgebiet von Groß-Berlin in zwei Teile: Berlin (West) und Ost-Berlin ("Hauptstadt der DDR"). Da die Mauer auch in dem ganzen West-Berlin umgebenden Gebiet der DDR errichtet wurde, war der Westteil der Stadt fortan eine von Mauern umgebene westliche Insel, auch "Schaufenster der freien Welt" genannt.

Für die DDR-Grenzsoldaten galt in Fällen des "ungesetzlichen Grenzübertritts" der Schießbefehl. Bei den Versuchen, die 167,8 Kilometer langen[4] und schwer bewachten Grenzanlagen in Richtung West-Berlin zu überwinden, wurden nach derzeitigem Forschungsstand (2009) zwischen 136 und 245 Menschen getötet. Die genaue Zahl der Todesopfer an der Berliner Mauer ist nicht bekannt.

Mauerbau
Der Plan zum Bau der Mauer in Berlin war ein Staatsgeheimnis der DDR-Regierung. Die Mauer wurde auf Geheiß der SED-Führung unter Schutz und Überwachung durch Volkspolizisten und Soldaten der Nationalen Volksarmee von Bauarbeitern errichtet – entgegen den Beteuerungen des Staatsratsvorsitzenden der DDR, Walter Ulbricht, auf einer internationalen Pressekonferenz in Ost-Berlin am 15. Juni 1961. Die Journalistin Annamarie Doherr von der Frankfurter Rundschau hatte damals die Frage gestellt:

"Ich möchte eine Zusatzfrage stellen. Doherr, Frankfurter Rundschau. Herr Vorsitzender, bedeutet die Bildung einer freien Stadt Ihrer Meinung nach, dass die Staatsgrenze am Brandenburger Tor errichtet wird? Und sind Sie entschlossen, dieser Tatsache mit allen Konsequenzen Rechnung zu tragen?"

Walter Ulbricht antwortete[5]:

"Ich verstehe Ihre Frage so, dass es Menschen in Westdeutschland gibt, die wünschen, dass wir die Bauarbeiter der Hauptstadt der DDR mobilisieren, um eine Mauer aufzurichten, ja? Ääh, mir ist nicht bekannt, dass [eine] solche Absicht besteht, da sich die Bauarbeiter in der Hauptstadt hauptsächlich mit Wohnungsbau beschäftigen und ihre Arbeitskraft voll ausgenutzt, ääh, eingesetzt wird. Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten."

Ulbricht war damit der erste, der den Begriff "Mauer" in diesem Bezug öffentlich verwendete – zwei Monate, bevor sie überhaupt stand.

In der Nacht vom 12. auf den 13. August 1961 begannen die NVA, 5000 Angehörige der Deutschen Grenzpolizei (Vorläufer der Grenztruppen), 5000 Angehörige der Schutz- und Kasernierten Volkspolizei und 4500 Angehörige der Betriebskampfgruppen die Straßen und Gleiswege nach West-Berlin abzuriegeln. Sowjetische Truppen hielten sich in Gefechtsbereitschaft und waren an den alliierten Grenzübergängen präsent. Alle noch bestehenden Verkehrsverbindungen zwischen den beiden Teilen Berlins wurden unterbrochen. Dies betraf allerdings nur noch die U-Bahn und die S-Bahn. Jedoch waren die West-Berliner S-Bahn- und U-Bahn-Linien auf den Tunnelstrecken unter Ost-Berliner Gebiet nur insoweit betroffen, dass die Stationen abgesperrt wurden und ein Ein- bzw. Ausstieg nicht mehr möglich war. Die Züge fuhren ab dem 13. August abends ohne planmäßigen Halt durch die zu sogenannten "Geisterbahnhöfen" gewordenen Stationen. Nur die den Bahnhof Friedrichstraße berührenden Linien hatten einen Halt zum Erreichen der dort eingerichteten Grenzübergangsstelle. Erich Honecker war als damaliger ZK-Sekretär für Sicherheitsfragen für die gesamte Planung und Umsetzung des Mauerbaus politisch im Namen der SED-Führung verantwortlich.

Die Bezeichnung eines einzelnen Tages als "Bau der Mauer" ist vollkommen unzutreffend, da an diesem Tag "nur" die Sektorengrenze abgeriegelt wurde. Vielfach wurde zunächst nur ein Zaun errichtet bzw. Hauseingänge zugemauert. Auch in den Tagen nach dem Mauerbau kam es noch zu vielfachen Fluchtversuchen, zum Teil aus den Fenstern der unmittelbar auf der Grenze stehenden Häuser, wo Zug um Zug zunächst die Fenster der unteren Geschosse zugemauert und erst später die Häuser ganz abgerissen wurden. Die Abriegelung brachte auch obskure Situationen mit sich, vor allem im Bereich der Exklaven, wo es später teilweise auch zu Gebietsaustauschen kam. Interessanterweise wurde das Lenné-Dreieck, obwohl zu Ost-Berlin gehörend, bei der Mauer ausgespart. Mangels Befugnis der West-Berliner Behörden entwickelte sich das Terrain zeitweise zu einem faktisch rechtsfreien Raum.

Die sowjetische Regierung erklärte am 24. August, dass die Luftkorridore nach West-Berlin zur Einschleusung westdeutscher "Agenten, Revanchisten und Militaristen" missbraucht würden. West-Berlin gehöre nicht zur Bundesrepublik; deshalb könne sich die Kompetenz von Amtsstellen der Bundesrepublik nicht auf Berlin erstrecken.

Bis zum September 1961 desertierten allein von den eingesetzten Sicherungskräften 85 Mann nach West-Berlin, außerdem gab es 216 gelungene Fluchtversuche von 400 Menschen. Unvergessen sind bekannt gewordene Bilder von an Bettlaken aus den angrenzenden Häusern herabgelassenen Flüchtlingen, einer alten Frau, die in ein Sprungtuch der West-Berliner Feuerwehr fällt, und dem den Stacheldraht überspringenden jungen Grenzpolizisten Conrad Schumann in der Bernauer Straße.

Westdeutsche Reaktionen
Bundeskanzler Konrad Adenauer rief noch am selben Tag über Radio die Bevölkerung zur Ruhe und Besonnenheit auf und verwies auf nicht näher benannte Reaktionen, die gemeinsam mit den Alliierten folgen würden. Erst zwei Wochen nach dem Mauerbau besuchte er West-Berlin. Allein der regierende Bürgermeister Willy Brandt protestierte energisch, aber letztlich machtlos, gegen die Einmauerung West-Berlins und die endgültig scheinende Teilung der Stadt. Die westdeutschen Bundesländer gründeten noch im selben Jahr die Zentrale Erfassungsstelle der Landesjustizverwaltungen in Salzgitter, um Menschenrechtsverletzungen auf dem Gebiet der DDR zu dokumentieren und so zumindest symbolisch dem Regime Einhalt zu gebieten. Am 16. August 1961 kam es zu einer Protestdemonstration von Willy Brandt und 300.000 West-Berlinern vor dem Rathaus Schöneberg.

Alliierte Reaktionen
Die Reaktionen der westlichen Alliierten auf den Mauerbau kamen sukzessive: Nach 20 Stunden erschienen Militärstreifen an der Grenze. Nach 40 Stunden wurde eine Rechtsverwahrung an den sowjetischen Kommandanten Berlins geschickt. Nach 72 Stunden gingen diplomatische Proteste der Alliierten – um der Form Genüge zu tun – in Moskau ein. Es gab immer wieder Gerüchte, dass die Sowjets den westlichen Alliierten vorher versichert hätten, deren Rechte an West-Berlin nicht anzutasten. Tatsächlich war angesichts der Erfahrung der Berlin-Blockade der Status von West-Berlin in den Augen der Westalliierten stets gefährdet – der Mauerbau war nun eine gegenständliche Manifestierung des Status quo.

"Keine sehr schöne Lösung, aber tausendmal besser als Krieg."
– John F. Kennedy, US-Präsident

"Die Ostdeutschen halten den Flüchtlingsstrom auf und verschanzen sich hinter einem noch dichteren Eisernen Vorhang. Daran ist an sich nichts Gesetzwidriges."
– Harold Macmillan, britischer Premierminister

[...]

Die Berliner Mauer "fiel" in der Nacht von Donnerstag, dem 9. November, auf Freitag, den 10. November 1989, nach über 28 Jahren ihrer Existenz.

Bild 1: Schematischer Aufbau der Berliner Mauer in den 1980er-Jahren
Bild 2: Die Berliner Mauer am Bethaniendamm, 1986
Bild 3: Luftbild vom Brandenburger Tor, 1967



[1] Christian Jung. Geschichte der Verlierer: historische Selbstreflexion von hochrangigen Mitgliedern der SED nach 1989, Winter, 2007, ISBN 978-3-8253-5308-7, S. 100.
[2] Eingemauert: Der "antifaschistische Schutzwall" 1961 und seine Folgen für die Literatur.
[3] Manfred Weissbecker, Kurt Pätzold, Reinhard Kühnl. Rassismus, Faschismus, Antifaschismus. PapyRossa Verlag, 2000. ISBN 978-3-89438-199-8, S. 286.
[4] Berliner Illustrirte Zeitung vom 3. Oktober 1990 (Sonderausgabe), S. 113
[5] O-Ton Berlin. Kalter Krieg im Äther. CD-Edition zur gleichnamigen Ausstellung im Zentrum für Berlin-Studien, hrsg. von Marianne Weil, Berlin 1997

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mit zwei Reihen Pflastersteinen ist heute der ehemalige Mauerverlauf markiert


Der Bundesrat ist ein Verfassungsorgan der Bundesrepublik Deutschland, durch das die Länder bei der Gesetzgebung und Verwaltung des Bundes sowie in Angelegenheiten der Europäischen Union mitwirken. Jedes Land ist durch Mitglieder seiner Landesregierung im Bundesrat vertreten. Auf diese Weise werden die Interessen der Länder bei der politischen Willensbildung des Gesamtstaates berücksichtigt. Der Bundesrat verkörpert damit den Föderalismus in Deutschland, der nach der so genannten Ewigkeitsklausel des Art. 79 Abs. 3 GG nicht wesentlich geändert oder gar abgeschafft werden kann.


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Dach des Sony Center am Potsdamer Platz


Pariser Platz mit Hotel Adlon (rechts) und Berliner Fernsehturm im Hintergrund


Brezlverkäufer


warten auf Arbeit




und schon hat er Arbeit ;-)





Nach 4 interessanten Tagen in unserer schönen Hauptstadt ging es am Abend wieder nach Hause ;-)


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