Herzlich Willkommen auf schoen-waldthurn.de !

9.6.12 - Bodetal und Teufelsmauer im Ostharz


Blick von 180 m (Thale-Süd) auf 440 m - dort ging es nun rauf, zu Fuß


die Bode


die Seilbahn hoch zum Hexentanzplatz


unterwegs


tolle Licht-Schatten-Spiele




Blick auf die Teufelsmauer, zu der gibt es später noch ein paar Informationen




Blick von der Bülowshöhe (375 m) nach Norden...


...und ins Bodetal, die Wand ist etwa 250 m hoch - beeindruckend!



Bodetal wird das Tal der Warmen und Kalten Bode im Harz genannt. Im engeren Sinne wird unter Bodetal nur der zehn Kilometer lange, schluchtartige Talabschnitt der Bode zwischen Treseburg und Thale bezeichnet.

Die am Brocken, dem höchsten Berg des Harz, entspringende Bode hat sich dort in den morphologisch harten Ramberggranit eingeschnitten. Die Schlucht ist bei Treseburg etwa 140 Meter und am Übergang zum Harzvorland bei Thale etwa 280 Meter tief. Das Bodetal wurde bereits am 5. März 1937 unter Naturschutz gestellt und später erweitert. Mit aktuell 473,78 Hektar Größe gehört es zu den größten Naturschutzgebieten in Sachsen-Anhalt.

Geologie

Außer dem vor 300 Millionen Jahren im Oberkarbon an die Oberfläche gekommenen und erkalteten granitischen Intrusionskörpers des Ramberggranits und den damit verbundenen Quarzgängen, schneidet die Bode in ihrer Schlucht auch durch Kontaktmetamorphose entstandenen Hornfels und Knotenschiefer an, sowie Tonschiefer und Grauwacken mit Quarzeinschaltungen und Diabasgängen aus dem Devon vor 400 bis 370 Millionen Jahren. Der Ramberggranit bildet vor allem den vorderen Teil der Schlucht und prägt die höchsten Felsen. Durch den hohen Anteil an weißem Feldspat wirkt er hell. Der Quarz verleiht ihm eine Grautönung. Der Anteil an schwarzem Glimmer (Biotit) ist gering und fällt farblich nicht ins Gewicht. Der helle Granit hebt sich insgesamt von den dunklen bis schwarzen Gesteinen Hornfels und Tonschiefer ab. Dadurch wirkt der vordere Teil der Schlucht und das Flussbett der Bode in diesem Bereich deutlich heller als der hintere. Die Tonschiefer im hinteren Teil der Schlucht weisen stellenweise eine Bänderung auf, die die ehemalige Schichtung des Meeressediments noch erkennen lässt. Die Bänderschiefer wurden diagenetisch nur wenig umgeformt.

(Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Bodetal aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.)




Jugendherberge im Bodetal


Blick nach Thale






kurz vor der Roßtrappe geht man durch einen Eichenwald




am Aussichtspunkt Roßtrappe




Sage

Der Sprungsage nach verfolgte einst der Riese Bodo die schöne Königstochter Brunhilde, die er gegen ihren Willen heiraten wollte. Brunhilde entfloh auf einem weißen Ross, jedoch tat sich plötzlich vor ihr ein tiefer Abgrund auf. Sie setzte mit einem kühnen Sprung zum jenseitigen Felsen über, der Verfolger stürzte jedoch in die Tiefe. Der Eindruck vom Huf des Pferdes ist noch heute zu sehen. Der Riese Bodo gab dem Flüsschen den Namen Bode.

Einer Theorie zufolge könnte es sich beim Felseindruck um Verwitterungsreste eines germanischen Opferbeckens handeln.

(Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Roßtrappe aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.)




von hier aus ist der Einschnitt der Bode ins Gebirge deutlich erkennbar








der 403 m hohe Granitfels Roßtrappe




Tiefblick








Der Blick ins Bodetal von der anderen Seite (Hexentanzplatz): Bild auf Wikipedia

die Sankt-Petri-Kirche in Thale im Friedenspark



von Thale aus ging es nach der etwa dreistündigen Wanderung weiter zur Teufelsmauer zwischen Weddersleben und Neinstedt


Die Harznordrandverwerfung, auch Nordharzrandverwerfung oder Harznordrandstörung genannt, ist eine geologische Störung, an der der aus paläozoischen Gesteinen bestehende und im Zuge der variszischen Gebirgsbildung verfaltete Harz an das nördlich gelegene Subhercyne Becken oder Harzvorland angrenzt.

Der Harznordrand ist hercynisch orientiert (WNW-ESE-Richtung) und verläuft von Neuekrug-Hahausen über Langelsheim, Goslar, Bad Harzburg, Ilsenburg sowie Wernigerode, Blankenburg, Thale, Gernrode bis in den Bereich von Ballenstedt.

Die Harznordrandverwerfung stellt die südliche Grenze des Nordostdeutschen Beckens (NEDB), welches Teil des Mitteleuropäischen Beckens (MEB) ist, dar. Ein kleines Teilbecken des Nordostdeutschen Beckens ist das Subhercyne Becken, das auch als Harzvorland bezeichnet wird. Dieses seit dem Perm eingesunkene intrakontinentale Becken entwickelte sich aus den variszischen Vorlandbecken und nahm Sedimente des Mesozoikums auf. Das Becken entstand durch Krustendehnung oder Aufdomung der Moho. In der Kreide wurde das Becken durch die Alpidische Orogenese eingeengt, wodurch auch der Harz gehoben wurde.

Die Harznordrandverwerfung wurde in der Unterkreide aktiviert und anschließend wurde der Harz an dieser Störung herausgehoben. Der Harz wurde auf die mesozoischen Schichten des Subhercynen Beckens überschoben, wodurch die mesozoischen Schichten steilgestellt und sogar überkippt wurden. Die intensivste Phase der Heraushebung ereignete in einem Zeitraum von etwa 2 Millionen Jahren vom Mittelsanton bis zum Untercampan. Der Abschluss der Heraushebung zeigt sich daran, dass die Gesteine der Oberkreide mit einem viel flacheren Winkel einfallen als die Gesteine der Unterkreide, und diese an einigen Stellen auch diskordant überlagern. Die Heraushebung hält bis heute an.

Im Westteil der Verwerfung wurde der Harz um mindestens 5 bis 7 km herausgehoben, was über die Mächtigkeit der im Harzvorland abgelagerten Gesteine des Mesozoikums und der erodierten paläozoischen Gesteine abgeschätzt werden kann. Der Harz wurde teilweise über die nördlich gelegenen Gesteinsschichten des Mesozoikums überschoben. Dabei wurden die mesozoischen Schichten steil gestellt (70-80 Grad) oder sogar überkippt. Ein gutes Beispiel dafür ist der Steinbruch Langenberg, jedoch finden sich darüber hinaus viele andere Aufschlüsse, die die steil aufgerichteten Schichten zeigen. In diesem sind Gesteine des Jura steil gestellt. In der Nähe von Blankenburg und Ballenstedt stehen steil gestellte Gesteine der Kreide an, die die Teufelsmauer bilden. Dabei handelt es sich unter anderem um den Heidelberg-Sandstein, ein silifizierter (verkieselter) Quarzsandstein.

(Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Harznordrandverwerfung aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.)


hier ist die Harznordrandverwerfung gut zu sehen


Die Teufelsmauer ist eine aus harten Sandsteinen der oberen Kreide bestehende Felsformation im nördlichen Harzvorland, die von Blankenburg (Harz) über Weddersleben und Rieder bis nach Ballenstedt verläuft. Die herausragenden Einzelfelsen der Teufelsmauer tragen Eigennamen. Die Teufelsmauer bei Weddersleben wird auch Adlersklippen genannt.

Viele Sagen und Mythen haben sich gebildet, um die Besonderheit dieses Ortes erklärbar zu machen. Er wurde daher bereits 1833 sowie 1852 durch den Landrat unter Schutz gestellt, um den Abbau des begehrten Bausandsteins zu unterbinden. Die Teufelsmauer bei Weddersleben ist seit 1935 auch als Naturschutzgebiet gesichert und zählt damit zu den ältesten Naturschutzgebieten Deutschlands.

Verlauf

Die Felsrippe der Teufelsmauer tritt zwischen Ballenstedt im Südosten und Blankenburg (Harz) im Nordwesten auf einer Länge von 20 km an drei Stellen zu Tage. Sie beginnt mit den Gegensteinen nordwestlich von Ballenstedt. Ihre Fortsetzung findet sich in der Teufelsmauer südlich Weddersleben bis Warnstedt. Dort reihen sich auf einer Länge von 2 km von Südosten nach Nordwesten der Königstein, die Mittelsteine und die Papensteine aneinander. Nach Nordwesten hin setzt sich der Höhenzug zwischen Timmenrode und Blankenburg (Harz) mit dem Hamburger Wappen, dem Heidelberg (331,5 m ü. NN) und den Felsklippen Großvater und Großmutter (317 m ü. NN) fort.

Geologie

Die Felsklippen der Teufelsmauer werden von harten Sandsteinen verschiedener Epochen der oberen Kreidezeit gebildet. Den überwiegend tonig-kalkigen Schichten der oberen Kreide sind festere Sandsteine, wie Neokom-, Involutus- und Heidelberg-Sandstein, sowie Kalksteine eingeschaltet. Durch Silifizierung infolge eindringender Kieselsäure kam es außerdem zu einer extremen Verhärtung der Sandsteine, die aber auf wenige Meter der damals horizontal lagernden Schichten beschränkt ist.

Die Gesteinsschichten wurden wie alle Schichten am Harznordrand durch die bis zur Kreidezeit andauernde Heraushebung des Harzes steil gestellt oder überkippt, so dass die Schichtoberflächen heute nach unten weisen. Eine Schichtlücke zwischen Lias und der unteren Kreide und die bis zum Muschelkalk übergreifende, diskordante Lagerung der oberen Kreide belegen Aktivitäten zu verschiedenen Zeiten, die vor allem an der Harznordrandverwerfung stattfanden.

Durch die anschließende Abtragung der weicheren Gesteinspartien wurden die harten Gesteinsschichten zu markanten Schichtrippen, die mit bis zu 20 m hohen Felsen ihre Umgebung überragen. Einige Teile wurden durch die Wirkung der Flüsse bzw. durch eiszeitliche Gletscher zerstört. Deshalb weist die Teufelsmauer heute verschiedene Lücken auf.

Die einzelnen Segmente der Teufelsmauer entstammen nicht selben Alters. Die Gegensteine bei Ballenstedt sind aus einer verkieselten Sandsteinschicht der Emscherepoche herausgewittert. Die steilstehenden Schichtrippen bei Blankenburg bestehen aus quarzitischen und steilgestellten Sandsteinen des Santon. Die herausragende Schichtrippe der Teufelsmauer bei Weddersleben dagegen besteht aus den jüngeren und somit bei ungestörter Lagerung höherliegenden Senon-Schichten. Sie erreicht mit dem Mittelstein (185,2 m ü. NN) und dem Königsstein (184,5 m ü. NN) ihre größten Höhen und liegt damit etwa 50 m über dem Bodetal.

Die Sagen der Teufelsmauer auf Wikipedia und ein Luftbild der Teufelsmauer bei Weddersleben.

(Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Teufelsmauer_(Harz) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.)


die schroffen Felsen sehen wirklich toll aus in der flachen Landschaft
















durch Verwitterung wird aus Sandstein natürlich wieder.....genau,.....Sand




Weddersleben




es war ziemlich windig mit Böen bis zu 60-70 km/h






Zurück